Vergolder/in

Porträt einer jungen Frau.

Alina (23) wird Vergolderin.

In handwerklicher Tradition belege ich Bilderrahmen mit Blattgold. Auch stelle ich mit modernsten Materialien Einrahmungen her, die ein Kunstwerk schützen und zur Geltung bringen.

Ob Spiegelrahmen oder Heiligenfigur: Ein wenig Gold veredelt jedes Objekt. Deshalb wird es von Vergoldern und Vergolderinnen wie Alina hauchdünn aufgetragen. Vergolder/innen leisten Feinarbeit an historischen Kunstwerken wie Altären und Heiligenfiguren, aber auch an neuen Gebrauchsgegenständen, die mit Gold veredelt werden sollen.

Bevor sie ans Werk gehen, prüfen sie zunächst, aus welchem Material der Gegenstand besteht, der vergoldet werden soll. Damit das Gold haftet, muss der Untergrund gut vorbereitet werden. Bei Holz beispielsweise tragen sie in mehreren Schichten eine Grundierung aus Holzleim und Kreide auf, die sie nach dem Trocknen abschleifen. Danach bringen sie das sogenannte Poliment aus Eiweiß und Tonerde auf. Mit Achatsteinen glätten sie die Oberfläche und befeuchten sie mit einer Alkoholmischung. Nun erst tragen sie die hauchdünnen Blattgoldfolien mit einem breiten Pinsel auf und tupfen sie fest. Dann polieren sie das Gold vorsichtig, bis es schön glänzt.

Wenn Skulptur, Kerzenständer oder Bilderrahmen antik wirken sollen, tönen sie die Vergoldung beispielsweise mit einer Farbschicht.

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/4640