Verfahrens­techno­loge/ -technologin in der Mühlen- und Getreide­wirtschaft

Eine junge Frau kontrolliert frisch gemahlenes Mehl.

Anna (20) wird Verfahrenstechnologin Mühlen- und Getreidewirtschaft.

Ich nehme Proben von den angelieferten Rohstoffen. Während des Mahl- oder Schälvorgangs gehört es zu meinen Aufgaben, die Maschinen einzustellen und zu überwachen.

Moderne Technik prägt heute den Müllerberuf. In Mühlen stellen Verfahrenstechnologen und -technologinnen Mühlen- und Getreidewirtschaft Mehl oder Futtermittel aus Weizen, Roggen und anderem Getreide her. Aber sie mahlen auch Gewürze, Nüsse oder Tees.

Aus Mühlen stammen Grieß oder Grütze, Graupen oder Flocken aus Getreide. In sogenannten Schälmühlen verarbeiten Verfahrens­technologen und -technologinnen Mühlen- und Getreide­wirtschaft auch Reis, Hirse oder Bohnen. Zuallererst untersuchen sie die angelieferten Körner auf Farbe und Größe, Verunreinigungen und Schädlingsbefall. Sie entfernen fremde Bestandteile wie Stroh oder Spreu, Unkrautsamen oder Steine aus Getreide und Hülsenfrüchten. Im Labor überprüfen sie wichtige Inhaltsstoffe – zum Beispiel Eiweiß, Stärke und Fett.

Bevor es ans Mahlen geht, stellen Verfahrens­technologen und -technologinnen Mühlen- und Getreide­wirtschaft auch Korn­mischungen oder Mischfutter aus unterschiedlichen Getreidesorten nach Rezept zusammen. Mit vollautomatischen elektrischen Mühlen und anderen Hightech-Anlagen vermahlen sie das Getreide. Dabei wird der Mehlkern von der Schale getrennt und fein zu Mehl oder grob zu Grieß gemahlen. Die fertigen Produkte verpacken sie oder versenden sie in Silofahrzeugen direkt an Großbäckereien oder andere Lebens­mittelbetriebe.

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