Metall- und Glocken­gießer/in

Portrait eines jungen Manns.

Christian (20) wird Metall- und Glocken­gießer.

In eine aus Lehm gebrannte Form leiten wir flüssiges Metall. Daraus entsteht die Bronzeglocke, die wir nach dem Abkühlen freilegen, putzen und auf Qualität prüfen.

In den Glockengießereien scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Die Glocken werden so wie schon vor Hunderten Jahren hergestellt. Metall- und Glockengießer/innen fertigen aber auch Kunst- und Gebrauchsgegenstände oder Maschinenteile.

Zunächst erstellen Metall- und Glockengießer/innen nach Skizzen oder Modellen eine Gussform. Für eine Kirchturmglocke wird diese gemauert und mit Lehm bestrichen. Auch den Mantel für den äußeren Teil der Glocke formen sie aus Lehm. In Schmelzöfen schmelzen sie Metall und gießen es in die Gussform. Dabei müssen sie darauf achten, dass das Metall nicht zu heiß in die Form fließt. Bei diesen Arbeiten tragen Metall- und Glockengießer/innen Schutzanzüge. Wenn das Metall erkaltet ist, schleifen und polieren sie es. Schriften oder Ornamente formen sie aus Wachs, das in die Lehmform gedrückt und vor dem Gießen verbrannt wird. So entsteht ein Hohlraum, der sich mit dem flüssigen Metall füllt.

In Zinngießereien fertigen Metall- und Glockengießer/innen auch kunsthandwerkliche und Gebrauchsgegenstände, wie Zinnteller und -becher. In Eisen- und Stahlgießereien stellen sie zum Beispiel Gehäuse und Zahnräder für Maschinen her und montieren Gussteile.

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