Kerzen­hersteller/in und Wachs­bildner/in

Portrait einer jungen Frau vor einer Kerzenziehmaschine.

Pia (19) wird Kerzen­herstellerin und Wachs­bildnerin.

Mein Beruf verbindet Technik, Handwerk und Kreativität. Ich wähle Wachse und Dochte aus, bespanne die Zugmaschine und kontrolliere die Temperatur des Kerzenstranges. Die Rohlinge verarbeite ich zu Kerzen.

Kerzenhersteller/innen und Wachsbildner/innen stellen Kerzen, aber auch Plastiken oder Ornamente aus unterschiedlichen Rohstoffen wie Bienenwachs, Paraffin oder Stearin her. Besondere Stücke verzieren sie mit Wachsdekorationen oder Malereien.

Kerzen, die gezogen werden, gehen im Wachsbad immer wieder auf Tauchstation: Den Docht ziehen Pia und ihre Kollegen mithilfe einer Maschine wiederholt durch flüssiges Wachs, sodass sich die Kerzenrohlinge Schicht um Schicht bis zur gewünschten Dicke aufbauen. Kerzenhersteller/innen und Wachsbildner/innen können Kerzen aber auch herstellen, indem sie das Wachs in Form gießen oder pressen. Mit einer Schneidemaschine kürzen sie den Kerzenrohling auf die gewünschte Länge. Anschließend überziehen sie ihn mit einem härteren und manchmal farbigen Wachsüberzug und veredeln ihn teilweise mit schillernden Beschichtungen für spezielle Effekte.

Kerzenhersteller/innen und Wachsbildner/innen stellen außerdem Reliefs, Plastiken und Ornamente sowie Zierkerzen für besondere Zwecke her, beispielsweise Tauf- oder Osterkerzen. Sie zwicken mit einer Zange Muster in einen Rohling und gravieren Linien, die sie mit Farbe betonen. Außerdem kleben sie Wachsornamente oder Schriften auf und vergolden die Kerzen mit Blattgold.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/126857