Hochbau­facharbeiter*in

Portrait eines jungen Manns.

Eric (19) wird Hochbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten.

Ich stelle Fertigbauteile aus Stahlbeton in unserem Werk her. Anhand einer Bauzeichnung, in der genau vermerkt ist, wie die Maße sind, bauen wir zunächst die Einbauelemente für die spätere Montage und die sogenannte Bewehrung aus Metall ein. Sie sorgt dafür, dass die Wand, Stütze, Platte oder das Fundament im Zusammen­spiel mit dem Beton später stabil ist und den Kräften standhält. Danach wird das Ganze mit einer Schalung versehen und mit Beton ausgegossen.

Ob Industriegebäude, Einkaufszentrum, Hochhaus oder Einfamilienhäuschen – Hochbaufacharbeiter*innen wie Eric übernehmen dabei eine tragende Rolle. Sie stellen Fertigbauteile aus Stahlbeton her, mauern Wände oder bauen Öfen.

Hochbaufacharbeiter*innen mit dem Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten sind für Fundamente, Wände, Stützen und Decken aus Beton oder Stahlbeton zuständig. Dabei bauen sie zum Beispiel die Bewehrungskörbe, die den Beton im Innern stabilisieren. Sie kümmern sich um die Schalungen aus Hol, Aluminium oder Stahl, in die der flüssige Beton anschließend gefüllt wird. Falls das Betonbauteil später keine große Tragfähigkeit haben muss, enthält es keine Bewehrung. Ist der Beton ausgehärtet, entfernen sie die Verschalung.

Hochbaufacharbeiter*innen mit dem Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten nutzen Beton, um Industrieöfen, Abzugskanäle, Schornsteine und andere Feuerungsanlagen herzustellen. Außerdem kennen sie sich mit weiteren feuerfesten Materialien und Dämmstoffen aus. Es gibt aber auch Hochbaufacharbeiter*innen, die auf Maurerarbeiten spezialisiert sind. Sie mauern Wände aus Kalksand-, Ziegel- oder Natursteinen. Den Mörtel mischen sie oft selbst an. Außerdem betonieren sie Decken, bauen vorgefertigte Teile wie Fensterstürze ein und führen Wand- und Deckenputzarbeiten durch.

Während der Ausbildung lernen Hochbaufacharbeiter*innen, Baustellen abzusichern, mit Maschinen zu arbeiten und Baupläne zu lesen. Nach zwei Jahren haben sie die Möglichkeit, ihre Ausbildung fortzusetzen und in einem weiteren Jahr Fachkraft in ihrem Schwerpunkt zu werden, z.B. Stahl- und Stahlbetonbauer*in, Maurer*in oder Feuerungs- und Schornsteinbauer*in.

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