Edel­stein­fasser/in

Portrait eines jungen Manns.

Jan-Philipp (18) wird Edelstein­fasser.

Ein Diamant veredelt jeden Ring. Um ihn zu fassen, fräse ich ein Loch in den Ring und setze den Diamanten ein. Anschließend treibe ich mit dem Hammer das Silber über die Kante.

Damit Edelsteine wie Diamanten oder Rubine an Ringen oder Ohrsteckern leuchten, müssen sie mit einer Fassung aus Gold, Silber oder Metall befestigt werden: Das ist die Aufgabe von Edelsteinfassern und Edelsteinfasserinnen.

Zunächst besprechen sie mit ihren Kunden, welche Fassung infrage kommt – denn diese soll den Edelstein nicht nur befestigen, sondern auch optimal zur Geltung bringen. Dann wählen sie die Edelsteine aus, prüfen sie und skizzieren deren Anordnung auf dem Schmuckstück.

Um den Stein zu fassen, nutzen Edelsteinfasser/innen verschiedene Methoden. Für große Steine verwenden sie oft die Zargenfassung: Sie erhitzen über dem Brenner einen Edelmetall- oder Metallstreifen und formen ihn zu einer runden Fassung. Diese schlagen sie vorsichtig an den Stein, sodass er fest sitzt. Da die Zarge unten offen ist, kann Licht durch den Stein dringen. Mit einer Pavé- oder Pflasterfassung hingegen lassen sich Schmuckstücke dicht an dicht mit vielen Edelsteinen besetzen. Für ihre Arbeit beherrschen sie einfache Goldschmiedetechniken. Sie bohren und fräsen das Edelmetall und bearbeiten es mit Hammer und Stahlstiften, sogenannten Punzen.

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3,5 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/2610