Chemie­laborant*in

Portrait einer jungen Frau.

Anke (19) wird Chemie­laborantin.

Ich untersuche Lebensmittel und Arzneimittel und bestimme deren Wirkstoffgehalt. Beim Umgang mit Spatel, Pipette und Erlenmeyerkolben brauche ich Fingerspitzengefühl.

Chemielaborant*innen wie Anke bereiten chemische Versuche oder Untersuchungen vor und führen sie durch. Sie protokollieren die Versuchsergebnisse und werten sie aus. Darüber hinaus stellen sie chemische Substanzen her.

In Versuchsreihen im Labor bestimmen Chemielaborant*innen beispielsweise den Säure-Base-Gehalt von Lösungen. In eine Glasröhre mit Volumenskala und Verschlusshahn füllen sie dafür eine Maßlösung, die als Bezugsgröße dient. Die Lösung geben sie dem zu untersuchenden Stoffgemisch hinzu. Ein Stoff in der Maßlösung zeigt durch einen Farbwechsel das Ende der chemischen Reaktion an. Sobald die Farbe umschlägt, drehen sie den Hahn zu und lesen an der Glasröhre die verbrauchte Menge an Maßlösung ab, um daraus den Säuregehalt zu berechnen.

Im Umgang mit Dämpfen, Gasen und säurehaltigen Flüssigkeiten müssen sie vorsichtig sein und Schutzkleidung tragen. Für viele Analysen setzen Chemielaborant*innen vernetzte, digitale und automatisierte Labortechnologien ein, um die Ergebnisse gleich auszuwerten. Nicht zuletzt sind sie für das Funktionieren der Analysetools zuständig und sie müssen sich in einem hochsensiblen Arbeitsfeld um Datenschutz- und -sicherheit kümmern. Schließlich arbeiten viele in der Forschung und Entwicklung ganz neuer Medikamente oder Materialien mit.

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3,5 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/13809