Ausbau­facharbeiter*in

Eine junge Frau installiert eine Deckenverkleidung.

Jennifer (28) wird Ausbaufacharbeiterin mit dem Schwerpunkt Trockenbau­arbeiten.

Auf Baustellen stelle ich zum Beispiel Zwischen­wände auf. Ich schneide Profile und düble sie an Boden und Decken, setze das Ständerwerk auf Abstand und beplanke es, beispiels­weise mit Gipskarton­platten. Zwischen das Ständerwerk kommt Dämmwolle. Nach dem Verschrauben der Platten bespachtle ich sie – je nachdem, ob Putz, Raufaser oder eine Fototapete an die Wand kommt, mal gröber oder feiner.“

Ausbaufacharbeiter*innen wie Jennifer bauen die Rohbauten von Wohnhäusern und Bürogebäuden aus. Dabei übernehmen sie je nach Schwerpunkt Zimmer- oder Stuckarbeiten, verlegen Estrich oder Fliesen, dämmen und isolieren, montieren Trockenbauteile. 

Sobald der Rohbau eines neuen Hauses steht, geht es an den Innenausbau. Dann rücken die Ausbaufacharbeiter*innen an. Sie erstellen die Ausbauten, beispielsweise Treppen oder Holzdecken, mit vorgefertigten Holzteilen. Oder sie schneiden das Holz selbst mit Maschinen zu. Für Stuckarbeiten rühren sie die Mörtelmischungen an und verputzen Decken und Wände. 

Ausbaufacharbeiter*innen dämmen Böden und Wände mit speziellen Isoliermaterialien. Für den vorgesehenen Bodenbelag bereiten sie den Untergrund vor und verlegen selbst Bodenplatten und Fliesen. Außerdem bauen sie zum Beispiel in Gewerbe- und Industriebauten Trockenbauwände aus leichten Materialien wie Gips und Holz ein und hängen Decken ab. Baupläne geben ihnen dabei die Maße vor. Je nachdem, ob eine Wand beispielsweise schalldämmend oder für Sanitäreinbauten geeignet sein soll, entscheiden sich Ausbaufacharbeiter*innen zwischen verschiedenen Materialien und Arbeitstechniken. Der Brandschutz spielt beim Setzen von Wänden ebenfalls eine wichtige Rolle.

Vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn richten die Ausbaufacharbeiter*innen ihre Baustelle ein, indem sie Arbeits- und Schutzgerüste aufstellen und alle Materialien bereitstellen. Am Ende ihres Arbeitstages reinigen und pflegen sie die verwendeten Werkzeuge.

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