Sport, Bewegung und Ernährung

Wichtig in diesem Bereich

  • Körperbeherrschung
  • Planungs- und Organisationsfähigkeit
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • pädagogisches Geschick

Als Fachkraft im Arbeitsfeld Sport, Bewegung und Ernährung bereiten Sie den Boden für ein gesünderes, längeres Leben Ihrer Kunden – durch Gesundheitsberatung und gezielte Fitnessübungen.

Die Bürotage sind lang, das Essen üppig, die Bewegung hält sich in engen Couch-Grenzen. So oder so ähnlich sieht der Alltag vieler Menschen in Deutschland aus. Die Folgen: Kurzatmigkeit, Schlafstörungen und die verschiedensten Krankheitsbilder. Dieser Entwicklung wirken Sie als Fachkraft im Tätigkeitsbereich Sport, Bewegung und Ernährung entgegen.

Übungen vorführen

Eines ist klar: Schnell außer Puste kommen Sie nicht. Denn ansonsten könnten Sie kaum Ihre täglichen Aufgaben umfassend und glaubhaft erfüllen. Arbeiten Sie beispielsweise in einem Fitnessstudio, dann demonstrieren Sie den Kunden die Übungen an den Geräten und zeigen in diesem Zusammenhang auch, wie man Letztere sicher bedient. Teils leiten Sie auch spezielle Kurse, in denen Sie beispielsweise Aerobic- oder auch Tanzschritte vorführen. Sie verfügen über ein ausgeprägtes Balancegefühl, eine sehr gute Kondition und können Bewegungsfolgen gut erfassen und vermitteln.

Der Plan zum Training

Einfach drauflostrainieren – das ist weder sinnvoll noch gesund. Für Ihre Kunden arbeiten Sie deshalb individuelle Programme aus, die gezielt die Fitness erhöhen und das Wohlbefinden steigern. Auch in der Ernährungsberatung passen Sie beispielsweise Diätpläne genau an die jeweiligen Bedürfnisse und Zielsetzungen Ihrer Kunden an. Je nach konkretem Einsatzgebiet leiten Sie Ihre Patienten auch bei Übungen mit therapeutischer Zielsetzung an – etwa wenn es um die Behandlung von Schmerzen oder die Wiedergewinnung der Beweglichkeit geht. Arbeiten Sie mit Geräten, dann stellen Sie sicher, dass diese einsatzbereit sind, wann immer Ihre Kunden damit trainieren möchten.

Fehler korrigieren

Sie sind stets nahe an Ihren Kunden, analysieren regelmäßig den jeweiligen Leistungsstand beziehungsweise den Gesundheitszustand und passen wenn nötig das ausgearbeitete Programm an neue Gegebenheiten an. Werden Fehler bei der Umsetzung von Übungen gemacht, bedienen Ihre Kunden beispielsweise Geräte falsch, dann fällt Ihnen dieser Sachverhalt sofort auf – und Sie greifen korrigierend ein. Betreuen Sie Sportler, achten Sie verstärkt auf mögliche Gefahrensituationen im täglichen Trainingsbetrieb und bewahren die Ihnen Anvertrauten somit vor Verletzungen.

Motivation ist alles

Manche Übungen und Trainingseinheiten sind nicht unbedingt angenehm, aber dennoch nötig – Sie wissen, wie Sie einzelne Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen dazu moti-vieren können. Dabei schaffen Sie es, auf unterschiedliche Personengruppen – von Kindern bis zu Senioren – adäquat einzugehen und die einzelnen Übungen so zu erklären, dass jeder den Ablauf erfasst und den Nutzen erkennt. Arbeiten Sie im Bereich der Ernährungsberatung, wissen Sie, wie Sie Ihre Kunden von den Vorzügen einer gesunden Lebensweise überzeugen können – und geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie sich die größten „Sünden“ vermeiden lassen.

Portrait von Dustin Tusch

Dustin Tusch

Personal Training wird beliebter. Der Betreuungsbedarf ist hoch, um ein effektives Training zu garantieren.

Interview mit Dustin Tusch vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV)

Herr Tusch, wie steht es aktuell um die Branche?
Dustin Tusch: Die Zahl der Mitglieder der deutschen Studios hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Entsprechend hoch ist auch der Bedarf an hoch qualifiziertem Personal: Auch die Ansprüche der Sportlerinnen und Sportler an die Qualität des Trainings, der Beratung und persönlichen Betreuung steigen.

Gibt es derzeit besondere Trends?
Dustin Tusch: Die Fitnessbranche lebt von Trends. Functional Training ist ein Beispiel dafür: Hier wird vorwiegend mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Aber auch Personal Training wird immer beliebter. Der Betreuungsbedarf bei diesen neuen Trainingsformen ist hoch, um ein effektives und zielführendes Training zu garantieren.

Welche Qualifikationen bieten sich für Fachkräfte an?
Dustin Tusch: Für berufliche Einsteiger in die Branche ist die Fitnesstrainer B-Lizenz eine geeignete Basisausbildung. Darauf aufbauend sind Spezialisierungen zum Beispiel in Richtung Personal Training und betriebliches Gesundheitsmanagement zu empfehlen, da sich dort neue Märkte erschließen. Weiterbildungen und anerkannte nebenberufliche Lehrgänge, mit denen auch Fachwirt-Abschlüsse erreichbar sind, sowie spezifische Bachelor- und Masterstudiengänge sind ebenfalls empfehlenswert.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Sportfachkräfte können beispielsweise als freiberufliche Honorarkräfte für verschiedene Kunden arbeiten. Auch die Eröffnung eines Studios ist möglich – in Eigenregie oder über ein Franchise-System. Fundierte kaufmännische Kenntnisse sind hierfür unbedingt angeraten. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/vorbeugung-reha-medizintechnik-verwaltung-2/sport-bewegung-ernaehrung-2