Layouter

Man muss die Aufmerksamkeit durch Bilder oder ein attraktives Design gewinnen.

Werbung, die begeistert

Christopher Holt (35) weiß, wie ein gutes Layout für eine Werbekampagne aussieht. Durch eine Weiterbildung legte er den Grundstein für seinen beruflichen Aufstieg.

Plakate entwerfen, Werbebanner kreieren, Webseiten gestalten – Christopher Holt übernimmt alle diese Aufgaben. Der 35-Jährige ist bei der Werbeagentur ressourcenmangel in Stuttgart angestellt. Wirtschaftsunternehmen und Krankenkassen zählen ebenso zum Kundenstamm wie Behörden. Der Werbeprofi ist für die grafische Gestaltung verantwortlich. „Ich entwickle praktisch die Bildsprache und den Look der Werbekampagnen“, fasst er zusammen. Was für eine Bildsprache ist effizient? Welche Typografie passt zu dem Kunden? Mit diesen Fragen beschäftigt er sich im Team mit seinen Kollegen.

Eine gute Ausbildung ist eine Grundvoraussetzung, um in diesem Bereich tätig zu werden. Christopher Holt hat nicht nur eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert, sondern auch eine Weiterbildung zum Layouter. „In der Berufsausbildung kamen mir die gestalterischen Inhalte zu kurz. Ich wollte die Grundlagen des Grafikdesigns vertiefen“, sagt er.

Von Grafikdesign bis Produktionstechnik

Die Johannes-Gutenberg-Schule in Stuttgart bietet die Weiterbildung zum Layouter berufsbegleitend über einen Zeitraum von zwei Jahren an. Der Unterricht fand jeweils am Montag ganztags und am Samstag halbtags statt, sodass er an den übrigen vier Wochentagen arbeiten konnte. Die Lehrgangsgebühr beträgt derzeit 330 Euro pro Halbjahr. Zu den Unterrichtsfächern zählten zum Beispiel Typografie, Grafikdesign, Werbelehre, Fotografie, Kunstgeschichte, Produktionstechnik und Text. „Gerade die Typografie war sehr hilfreich für mich. Es ist wichtig zu verstehen, warum etwas wie zu gestalten ist“, sagt Christopher Holt, der die Qualifizierung allgemein in guter Erinnerung behalten hat. „Wir haben sogar eine Studienfahrt nach Italien gemacht und uns dort mit Kunstgeschichte auseinandergesetzt.“ Die Doppelbelastung aus Weiterbildung und Beruf empfand er nicht als belastend: „Wenn man Freude dabei empfindet und vorankommen möchte, ist das keine große Last. Glücklicherweise waren die Hausarbeiten auch nicht allzu zeitaufwendig.“

Layout in Abstimmung mit dem Kunden

Nach der Weiterbildung fand er eine Anstellung in einer Werbeagentur. Vom Grafiker ist er bei seinem heutigen Arbeitgeber mittlerweile zum Junior Artdirector aufgestiegen. Soll er ein Plakat entwerfen, werden ihm vom jeweiligen Außendienstmitarbeiter alle Informationen zu der Werbekampagne übermittelt. „Meist existiert bereits ein Hauptbild der Kampagne. Das kann zum Beispiel ein Produkt-Shot oder ein Fotomodell sein“, erklärt Christopher Holt. Während die Texterin sich eine passende Botschaft überlegt, macht er sich Gedanken über das Layout. Dabei ist das Corporate Design, also die Gestaltungsrichtlinie des Unternehmens, zu beachten.

Für die Gestaltung nutzt er ein Zeichen-Tablet. Geht es nicht um ein Plakat, sondern um ein Werbebanner für Internetseiten, besteht die Herausforderung darin, dass viel weniger Fläche zur Verfügung steht. „Man kann nicht mit langen Texten arbeiten, sondern muss die Aufmerksamkeit zum Beispiel durch spannende Bilder oder ein attraktives Design gewinnen“, erklärt er. Nach Fertigstellung übermittelt er die Gestaltung an den Kunden. Meist sind noch einige Überarbeitungen erwünscht. „Es geht dabei auch darum, etwa die mündlichen Wünsche des Kunden zielgenau als Layout umzusetzen oder einzuarbeiten.“

Neben dem Fachwissen sind Kommunikationsfähigkeit und Flexibilität in seinem Beruf gefragt: Gerade wenn der Abgabetermin näher rückt, ist die Bereitschaft zu Überstunden unverzichtbar.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/14220