Nagel­designerin

Die Nachfrage nach designten Nägeln ist sehr groß.

Kunst auf dem Nagel

Ob kleine Malereien, Sticker oder Stempel: Seit ihrer Weiterbildung zur Nageldesignerin schmückt und verschönert Kosmetikerin Valentina Di Cesare (23) Finger- und Fußnägel – und spielt dabei ihre ganze Kreativität aus.

Nach ihrer Ausbildung zur Kosmetikerin beschloss Valentina Di Cesare, ihr Tätigkeitsfeld durch eine Weiterbildung zur zertifizierten Nageldesignerin am Nageldesignschulungszentrum Limburg auszubauen. Durch ihre Ausbildung konnte sie alle nötigen Voraussetzungen vorweisen. Sie wollte damit einerseits ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen und andererseits auch mehr Abwechslung in ihren Berufsalltag bringen.

Dabei entschied sie sich für eine Weiterbildung in Vollzeit, die drei Monate dauerte. „Ich wollte mich ganz darauf konzentrieren, neue Fachkompetenzen zu erlernen“, begründet die 23-Jährige ihre Entscheidung. Die Kosten von 550 Euro pro Monat trug sie selbst.

Viele praktische Übungen

Neben den Grundlagen wie der Anatomie des Fuß- und Fingernagels sowie des Nagelbetts beschäftigte sie sich damit, wie man Nägel aufbaut, pflegt und künstlerisch gestaltet. Besonders schätzte Valentina Di Cesare an der Weiterbildung, dass sie sich nicht auf die Theorie beschränkte, sondern den Teilnehmern viele praktische Übungen bot. „Die praktische Anwendung ist ja das, worauf es letztendlich ankommt“, sagt sie. „Verschiedene Designs auszuprobieren, hat mir viel Spaß gemacht."

Zum Abschluss wurden ihre neuen Fachkompetenzen in vier Schritten geprüft: Sie musste Nägel zunächst mit verschiedenen Feilen, dann mit Fräsen bearbeiten. Dann musste sie einen Nagel mithilfe von Gel aufbauen und ihn schließlich mit Farbe, Stickern und Stempeln stylen.

Durch die Weiterbildung fand Valentina Di Cesare zu einer für sie neuen Form der Kreativität: Sie betrachtet Nageldesign mittlerweile als „Kunst auf dem Nagel“. Ihr Arbeitsumfeld bei ihrem Arbeitgeber, dem Kosmetikstudio Spatola in Limburg, hat sich seit der Weiterbildung nicht geändert – die Arbeit selbst aber schon. Wie bisher vereinbart sie Behandlungstermine mit den Kunden, berät sie und führt von morgens um 8.30 Uhr bis um 18 Uhr kosmetische Behandlungen durch. Aufgrund ihrer neu erworbenen Fachkompetenz übernimmt sie nun aber nicht mehr nur die kosmetischen Hautbehandlungen, sondern auch die Hand- bzw. Nagelpflege, zudem gestaltet sie die Nägel.

Fräsen statt feilen

Anstelle der klassischen Nagelfeile verwendet Valentina Di Cesare einen speziellen Nagelfräser, um Nägel in Form zu bringen. Zu ihren täglichen Arbeitsmitteln gehören auch Öle und Cremes, die sie für die Nagelpflege braucht. Dazu kommen die Gels für den Nagelaufbau sowie die diversen Farben, Sticker und Stempel für die künstlerische Gestaltung, die sie in der Weiterbildung zur Nageldesignerin kennengelernt hat.

Neben dem fachlichen Know-how komme es ihr in ihrem Beruf noch auf weitere Kompetenzen an: „Teamfähigkeit und Freundlichkeit tun nicht nur dem Arbeitsklima gut, sondern auch dem Kunden. Er soll sich während der Behandlung wohlfühlen und entspannen dürfen“, betont Valentina Di Cesare. „Es ist wichtig, auf den Kunden einzugehen, damit ich ihn angemessen beraten und ein zufriedenstellendes Ergebnis garantieren kann."

Ihre Arbeit betrachtet sie als eine besonders kreative und abwechslungsreiche Tätigkeit innerhalb der Kosmetikbranche. Für die Zukunft plant sie, weitere Fortbildungen zu besuchen, um ihre Möglichkeiten in Sachen Nageldesign noch zu erweitern. „Die Nachfrage nach designten Nägeln ist sehr groß“, sagt sie. „Es ist unerlässlich, dass ich mich regelmäßig auf den neuesten Stand bringe, was aktuelle Trends sowie neue Techniken betrifft.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/77370