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Farbfächer und Fadenzähler

Was hilft Fachwissen, wenn es veraltet ist? Berufliche Kenntnisse sollten laufend aufgefrischt und aktualisiert werden – über das gesamte Berufsleben hinweg. Dadurch lässt sich der Arbeitsplatz sichern und es eröffnen sich Aufstiegsperspektiven. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Weiterbildungswege.

Prinzipiell werden zwei Qualifizierungsformen unterschieden: Bei Anpassungsqualifizierungen handelt es sich um Kurse und Seminare, in denen vorhandene Fachkompetenzen aufgefrischt beziehungsweise um spezifische neue Inhalte erweitert werden – von Softwareschulungen über die Vermittlung innovativer Arbeitstechniken bis zu Sprachkursen.

Die Teilnehmer*innen können dadurch ihren bestehenden Arbeitsplatz sichern oder auch schneller einen neuen Arbeitsplatz finden. Umfang und Kosten für solche Qualifizierungen variieren je nach Inhalt stark. Oftmals dauern sie nur wenige Tage.

Die zweite Qualifizierungsform ist die berufliche Weiterbildung. Die entsprechenden Bildungsangebote führen zu einem anerkannten höheren Abschluss. Sie vermitteln weiterführendes Fachwissen und in der Regel auch kaufmännische Kenntnisse. Grundsätzlich kann diese Form der Qualifizierung die Grundlage für eine berufliche Weiterentwicklung sein oder, je nach Branche, auf eine Selbstständigkeit vorbereiten. Die Dauer der Kurse kann variieren, beispielsweise je nachdem, ob sie in Voll- oder Teilzeit absolviert werden. Zumeist sind berufliche Weiterbildungen aber mit einem größeren zeitlichen Aufwand verbunden. Die Kosten können sich je nach Region oder Bildungsträger unterscheiden. Typische Abschlüsse sind „Techniker*in“, „Meister*in“ oder „Fachwirt*in“. Die Abschlüsse sind übrigens gemäß Deutschem Qualifikationsrahmen (DQR) einem Bachelor-Studienabschluss gleichgestellt. Der Abschluss „Geprüfte*r Betriebswirt*in“ ist sogar gleichwertig mit einem Masterabschluss. 

Daneben kann eine berufliche Weiterentwicklung durch praktische Einarbeitung in einen bestimmten Tätigkeitsbereich erfolgen. Nicht immer ist hierzu der Besuch von Weiterbildungslehrgängen erforderlich.

Beschreibung

  • Mittlere Führungskräfte; bewältigen technische Aufgaben, etwa im Bereich Druckherstellung oder in der digitalen Medienproduktion

Beispiele

  • Techniker*innen der Fachrichtungen Druck- und Medientechnik, Foto- und Medientechnik, Medien- und Informationssysteme

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie zusätzliche Berufspraxis

Beschreibung

  • In der Industrie mittlere Führungskräfte, im Handwerk oftmals in der Betriebsführung

Beispiele

  • Druckermeister*in
  • Buchbindereimeister*in
  • Industriemeister*in – Printmedien
  • Meister*in – Medienproduktion Bild und Ton

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie ggf. zusätzliche Berufspraxis

Beschreibung

  • Expert*innen für betriebswirtschaftliche Fragestellungen
  • Übernahme von planerischen und organisatorischen Tätigkeiten

Beispiele

  • Fachwirt*in – Medien
  • Fachwirt*in – Buchhandel
  • Fachwirt*in – Informationsdienste
  • Kaufmänn. Betriebsassistent*in – Druck/Papierverarbeitung

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie zusätzliche Berufspraxis

Beschreibung

  • Expert*innen für bestimmte Teilbereiche dieses Berufsfeldes
  • Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben

Beispiele

  • Buchbinder*in – Restaurierungsarbeiten
  • Gestalter*in – Werbe- und Mediengestaltung
  • Produktionsleiter*in – Film und Fernsehen
  • Technische*r Redakteur*in

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie ggf. zusätzliche Berufspraxis

Eine staatliche Förderung von Weiterbildungen kann in bestimmten Fällen beansprucht werden. Es existieren Programme für unterschiedliche Zielsetzungen, eines der wichtigsten für alle Aufstiegsweiterbildungen ist das Aufstiegs-BAföG. Infos zum Aufstiegs-BAföG

Eine gute Übersicht über Fördermöglichkeiten gewährt das durchstarten Themenheft „Weiter durch Bildung“, das auch online verfügbar ist. Themenheft „Weiter durch Bildung“

Mit einer abgeschlossenen Weiterbildung, etwa als Techniker*in, Meister*in oder Fachwirt*in, besitzen Sie grundsätzlich eine Hochschulzugangsberechtigung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie automatisch an jeder Hochschule studieren können. Die Hochschulen legen fest, welche Voraussetzungen ihre Bewerber*innen mitbringen müssen. Daher sollten Sie bei Ihrer Wunschhochschule nachfragen, ob und unter welchen Bedingungen Sie mit Ihrer Qualifikation dort studieren können. Über Studienberufe informiert auch die Infomappenreihe abi>> in Ihrem BiZ bzw. die Berufswelt Studium hier im Portal.

Familie und Beruf

Sie möchten nach der Familienzeit wieder ins Berufsleben zurückkehren? Dann gibt Ihnen das durchstarten Themenheft „Familie und Beruf" nützliche Tipps. Hier finden Sie Anregungen, Unterstützungsangebote, Tipps zur beruflichen (Um)Orientierung sowie Erfahrungsberichte von Menschen, die den Wiedereinstieg bereits gemeistert haben, beziehungsweise Familie und Berufstätigkeit erfolgreich miteinander vereinbaren.

>> Link zum PDF: durchstarten Familie und Beruf

Digitalisierung

In nahezu allen Berufen spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Für Arbeitnehmer*innen bedeutet das Chance und Herausforderung zugleich. Schließlich müssen neue berufliche Fähigkeiten erlernt werden. Wer sich lebenslang weiterbildet, bleibt fit für die digitale Transformation. Lesen Sie im durchstarten Themenheft „Digitalisierung" , wie Sie das am besten angehen.

>> Link zum PDF: durchstarten Digitalisierung

http://berufsfeld-info.de/durchstarten/berufsfeld/medien-2