Webdesigner

Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und bin Webdesigner geworden.

Onlineshops gestalten

Wer einen eigenen Onlineshop aufbauen möchte, wendet sich an Fachkräfte wie Matthias Wolf (48). Seit seiner Weiterbildung zum Webdesigner ist er selbstständig.

Ob nun Möbel oder Kleidung, Körperpflege- oder Freizeitprodukte – fast alles lässt sich mittlerweile bequem übers Internet bestellen. Der eigene Onlineshop ist für etliche Händler mittlerweile der wichtigste Absatzkanal. Und Matthias Wolf ist der Mann, der ihn realisiert. „Es gibt heutzutage vorgefertigte Shop-Systeme. Meine Aufgabe ist es, den Shop nach den Wünschen des Kunden zu gestalten“, erklärt der 48-Jährige. Die Optik wird an den öffentlichen Auftritt des Unternehmens angepasst, zusätzliche Funktionen und Produktinformationen eingefügt.

Ursprünglich kommt der Webdesigner aus einer anderen Branche: Er absolvierte eine Ausbildung zum Gürtler – der Beruf wurde zwischenzeitlich neu geordnet, ein entsprechender Abschluss ist heute „Metallbildner“. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem er aufgrund der familiären Situation nur noch in Teilzeit arbeiten wollte. In seinem alten Beruf wurde ihm diese Möglichkeit nicht eingeräumt, sodass er sich neu orientierte. „Also habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und bin Webdesigner geworden“, erklärt er. Natürlich ist die Weiterbildung auch für Fachkräfte mit einer Ausbildung im Mediendesign zugänglich.

Kreativität und Technik

Auf seinen umfangreichen Vorkenntnissen wollte Matthias Wolf aufbauen und diese auch über einen Abschluss dokumentieren, deshalb entschied er sich für eine Weiterbildung. „Ein anerkannter Abschluss hilft dabei, sich später einen Kundenstamm aufzubauen“, weiß er. Also meldete er sich beim ILS – Institut für Lernsysteme für die Weiterbildung zum Webdesigner an. Die Teilnehmer bekommen dort 21 Studienhefte sowie verschiedene Programme übersandt und beschäftigen sich damit im Eigenstudium. „Ich habe etwa 15 Stunden pro Woche aufgewendet und war nach 18 Monaten fertig“, erinnert sich der heute 48-Jährige, der sich daneben schon selbstständig machte. Die Kursgebühr, die momentan 2.790 Euro beträgt, musste er selber aufbringen.

Die Schüler wurden zunächst in die grundlegenden Techniken des Webdesigns eingeführt. Später ging es mit Themen wie zum Beispiel Webseitenerstellung mit HTML und JavaScript, Bildbearbeitung, Onlinemarketing, Suchmaschinenmarketing sowie den rechtlichen Aspekten in die Tiefe. „Ich fand besonders die Themen PHP und Datenbanken interessant, weil ich damit zuvor wenig Berührungspunkte hatte“, sagt Matthias Wolf. „Das ist heutzutage sehr wichtig, weil Webseiten nicht mehr statisch programmiert werden. Inhalt und Design laufen getrennt, sodass man das Aussehen verändern kann, ohne den Inhalt zu berühren.“ Bei Rückfragen konnte sich Matthias Wolf jederzeit per Mail an die Dozenten wenden. Die Teilnehmer arbeiteten zudem an Projekten: „Es gab Arbeitsaufgaben, bei denen wir einen Onlineshop gestalten mussten. Die technische Umsetzung wurde dabei genauso bewertet wie die Kreativität.“

Enge Zusammenarbeit mit dem Kunden

Matthias Wolf führt mit seinen Kunden zunächst ein Erstgespräch, um über die möglichen Produkte, den Server und den Provider zu sprechen. Dann beginnt die eigentliche Arbeit: Der Webdesigner installiert das Shop-System und passt das Aussehen an. Die Zusammenarbeit zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ist dabei sehr eng. Der Händler pflegt die Produkte ein, der Webdesigner kümmert sich um die Webseitengestaltung. Nach Fertigstellung der Webseite muss diese weiterhin gepflegt werden. Beispielsweise sind Updates vorzunehmen und Backups anzulegen.

Auch in Zukunft möchte Matthias Wolf an Weiterbildungen teilnehmen – das sei in seinem Beruf sehr wichtig: „Ansonsten verliert man den Anschluss.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/15125