Technikerin – Kraftfahrzeug­technik

Wir wurden für den Umgang mit Kunden sowie für die professionelle Vermittlung technischer Inhalte geschult.

Technikerin mit Kundenkontakt

Lkw-Technik ist das Fachgebiet von Monika Glaser (36). Nach einer Techniker-Weiterbildung wechselte sie vom Montageband in die Vertriebsabteilung ihres Arbeitgebers. Sie hat heute Aufgaben in der Kundenbetreuung und Schulung.

Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Lkw-Montage wollte sich Monika Glaser beruflich weiterentwickeln. Sie entschied sich für die Weiterbildung zur Technikerin der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik an der Berufsbildenden Schule Germersheim. „Die Technikerschule bietet die Schwerpunkte Diagnostik und Kundenbetreuung an – und der Vertrieb hatte mich als möglicher Arbeitsbereich gereizt.“

Die ausgebildete Kraftfahrzeugelektrikerin – die heutige Bezeichnung lautet Kraftfahrzeugmechatronikerin – wurde von ihrem Arbeitgeber, dem Mercedes-Benz-Werk in Wörth, für die zweijährige Vollzeitweiterbildung freigestellt. Für die Weiterbildung an sich fielen keine Kosten an, ihren Lebensunterhalt finanzierte Monika Glaser über private Rücklagen.

Zwischen Lehrsaal und Hebelbühne

Von montags bis freitags pendelte sie zum Unterricht in das 40 Kilometer entfernte Germersheim. In den Kursen vertiefte sie ihre Kenntnisse im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik. Sie beschäftigte sich mit Analyse- und Diagnoseprozessen in Zusammenhang mit Fahrzeugsystemen und -komponenten, für die verschiedene Messtechniken zum Einsatz kommen. Darüber hinaus gehörten fachliche Kommunikation im Deutschen und Englischen sowie prozessorientiertes Qualitätsmanagement zu den Inhalten der Weiterbildung. Der Unterricht fand sowohl im Lehrsaal statt als auch in der Werkstatt, die Kursteilnehmer wendeten die in der Theorie vermittelten Kenntnisse an Testfahrzeugen an. Außerdem stand eine Gruppenprojektarbeit samt Präsentation auf dem Lehrplan. Monika Glaser bildete mit anderen Teilnehmern Lerngruppen und nutzte die Abende zum Vertiefen des Lehrstoffs. „Wir wurden besonders für den Umgang mit Kunden sowie für die professionelle Vermittlung technischer Inhalte geschult“, sagt sie. Ihre Kenntnisse im Bereich der Vermittlung stellte sie mit der erfolgreich abgelegten Ausbildereignungsprüfung unter Beweis.

Vom Fließband zum Flipchart

Heute ist die Technikerin als Fahrzeuginstrukteurin im Vertrieb tätig. „Ich unterweise die Fahrer unserer Kunden aus der Speditions- und der Baubranche in allen wichtigen Systemen – vom Notbremssystem bis hin zu den Differenzialsperren – und informiere sie über technische Neuerungen. Die Kursstärke kann bis zu 100 Personen betragen.“ Für ihre Tätigkeit braucht Monika Glaser neben fundiertem technischen Wissen auch Kommunikationsfähigkeit sowie pädagogisches Geschick.

Ihr Arbeitstag beginnt morgens um 7.30 Uhr mit der Vorbereitung des Lehrsaals für den jeweils anstehenden Kurs. Bevor es mit der eigentlichen Einweisung der Fahrer losgehen kann, prüft Monika Glaser die Funktionalität des Beamers, stellt das Flipchart auf und legt die Teilnehmerlisten aus. Am Nachmittag folgen in der Regel die Vorbereitung von neuen Präsentationen und Schulungsunterlagen sowie die Beantwortung von Kundenanfragen per E-Mail. Sie tauscht sich fortlaufend mit der Entwicklungs- und Produktionsabteilung aus. „Ich nehme auch regelmäßig an internen Schulungen teil. Was ich selbst nicht weiß, kann ich den Kunden nicht vermitteln."

In Zukunft möchte sich Monika Glaser noch mehr in der Fahrerinstruktion engagieren und an der Weiterentwicklung des Schulungskonzepts mitwirken.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/5422