Meister – Kraft­verkehr

Mein Aufgabenspektrum ist sehr breit.

Gütertransport? Aber sicher!

Christian Hitzler (36) ist Experte für die Abläufe im Fuhrpark. Er ist hier für die Disposition der Ladung und den Mitarbeitereinsatz verantwortlich. Sein Wissen gibt er zudem an junge Fachkräfte weiter.

Als Meister im Kraftverkehr gehört Christian Hitzler zu den Generalisten unter den Speditions- und Logistikfachleuten. „Mein Aufgabenspektrum ist sehr breit: Ich verwalte den Fuhrpark, sorge für die Funktionsfähigkeit der Fahrzeuge, überwache die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer und disponiere die Waren“, erklärt der 36-Jährige, der bei der zur Koder Gruppe gehörenden Walhalla Speditionsgesellschaft mbH arbeitet.

In den Logistikbereich kam Christian Hitzler relativ spät: Nach dem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Jedoch merkte er bald, dass er nicht dauerhaft in diesem Bereich arbeiten wollte. Für seine berufliche Neuausrichtung kam ihm der Einberufungsbescheid der Bundeswehr, den es damals noch gab, sehr gelegen. Nach dem Grundwehrdienst verpflichtete er sich für zwölf Jahre. Als Zeitsoldat wurde er von seinem Dienstherrn zum Ausbilder und Fahrlehrer für alle Führerscheinklassen weiterqualifiziert – einer der Bausteine für seine weitere berufliche Karriere. Er konzentrierte sich in der Folge auf die Bereiche Güterkraftverkehr und Gefahrgut. Am Ende seiner Dienstzeit nutzte er die Chance, einen von der Bundeswehr finanzierten Lehrgang zum Kraftverkehrsmeister zu absolvieren. Zugang zur Weiterbildung haben natürlich auch Fachkräfte mit einer Berufsausbildung im Bereich Transport und Verkehr, etwa zum/zur Berufskraftfahrer/in.

Fahrzeug, Technik und Gefahrgut

Am Verkehrs-Ausbildungs-Zentrum in Regensburg absolvierte er die siebenmonatige Vollzeitweiterbildung. Der Meisterlehrgang gliederte sich in mehrere Teilabschnitte. Auf dem Kursprogramm standen unter anderem Fuhrparktechnik und Fuhrparkmanagement sowie Recht und kaufmännisches Grundlagenwissen. Auch das Rüstzeug für künftige Führungsaufgaben wurde den angehenden Meistern mitgegeben: Es ging dabei unter anderem um Personalführung und Mitarbeitergespräche. Die Teilnehmer absolvierten schließlich ihre Ausbildereignungsprüfung. Dadurch erlangten sie nicht nur die Qualifikation, beruflichen Nachwuchs auszubilden, sondern auch erfahrene Fachkräfte für neue Aufgaben anzulernen.

Transporte organisieren, Wissen weitergeben

Am Ende des Lehrgangs hatte Christian Hitzler nicht nur seinen Meisterbrief in der Hand, sondern auch einen Arbeitsvertrag: Das Weiterbildungsinstitut, an dem er seine Qualifizierung absolvierte, gehört seinem heutigen Arbeitgeber. Dieser erkannte sein Potenzial und bot ihm eine entsprechende Stelle im Speditionsbereich und im Ausbildungszentrum an. Heute ist der Logistikexperte also als Meister im Fuhrpark und als Dozent tätig. Die damit verbundene Vielfalt an Aufgaben entspricht genau dem Geschmack von Christian Hitzler. „Stressig wird es zwar manchmal“, sagt er, „aber das macht für mich auch den Charme meiner Arbeit aus."

Im Fuhrpark plant er zum Beispiel anstehende Transporte. Er übernimmt hier unter anderem die Disposition der Ladung und koordiniert den Einsatz von Mitarbeitern und Zugmaschinen. Sein Spezialgebiet sind Gefahrguttransporte. Das dafür nötige Wissen hat er unter anderem in seinem Meister­lehrgang erworben – und dieses Wissen gibt er als Ausbilder auch weiter. Im Weiterbildungszentrum leitet er Kurse im Bereich Gefahrgut und Meisterlehrgänge – eine Tätigkeit, die ihm viel Freude bereitet.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/100910