Mediaplanerin

Wir besuchen regelmäßig interne Verkaufstrainings, um den Umgang mit dem Kunden weiter zu optimieren.

Anzeigen nach Kundenwunsch

Christine Homann (48) hat sich im Laufe ihrer beruflichen Karriere als Mediaplanerin spezialisiert. Bei einem großen Verlag verkauft sie Werbeplätze in Zeitschriften und auf Online-Portalen und akquiriert neue Kunden.

Christine Homann verkauft Werbeplätze in den zahlreichen Titeln des Medienhauses Gruner+Jahr in Hamburg – von der Anzeige in einem der meistgelesenen Wochenmagazine Deutschlands bis hin zum Werbebanner auf einem beliebten Online-Portal. Werbung ist eine der Haupteinnahmequellen des Verlags. „Meine Aufgabe ist es, neue Werbekunden zu akquirieren und die Bestandskunden zu pflegen“, erklärt die Key Account Managerin. Jeder Anzeigenverkäufer hat bei seinem Arbeitgeber Spezialgebiete. Sie selbst ist zum Beispiel für Werbekunden aus den Bereichen Tourismus und Mode zuständig. Manchmal kommuniziert sie direkt mit dem Unternehmen, in anderen Fällen mit einer zuständigen Agentur.

Schritt für Schritt spezialisiert

Christine Homann hat ihre Berufslaufbahn schon im Verlagswesen begonnen: Bei einem Buchverlag absolvierte sie eine Ausbildung zur Verlagskauffrau. „Damals wusste ich noch nicht, ob ich später im Vertrieb, der Herstellung oder im Anzeigenbereich arbeiten wollte“, erzählt sie. Weil die Ausbildung breit angelegt war, konnte sie anschließend zu einem Zeitschriftenverlag wechseln, wo sie Erfahrungen im Anzeigenverkauf sammelte. Dort und bei ihren weiteren Stationen – unter anderem arbeitete sie als Anzeigenverkaufsleitung – spezialisierte sie sich nach und nach auf ihre heutige Tätigkeit als Mediaplanerin und kam schließlich zu ihrem jetzigen Arbeitgeber.

Da Christine Homann alle Titel des Verlags vertritt, muss sie mit jeder Zeitschrift und jedem Online-Portal gut vertraut sein. In den Mediadaten jedes einzelnen Titels ist festgelegt, wie teuer die einzelnen Werbeplätze sind. „Es gibt einen gewissen Verhandlungsspielraum. Das wird aber von Fall zu Fall intern entschieden“, erläutert sie. Zwar verhandelt sie meist telefonisch oder per Mail mit den Kunden, aber auch persönliche Termine sind Christine Homann sehr wichtig: „Schließlich soll der Kunde wissen, wer auf der anderen Seite der Telefonleitung sitzt“, betont sie. In ihrem Beruf ist es wesentlich, offen auf Menschen zugehen zu können.

Den Kunden gut kennen

Wenn Christine Homann neue Kunden anwerben will, verschafft sie sich zunächst einen Marktüberblick. „Mithilfe bestimmter Analysetools kann ich herausfinden, welche Kunden woanders werben“, erläutert sie. „Außerdem kommen zum Beispiel immer wieder neue Kunden und Marken auf den Markt. All das sind potenzielle Anzeigenkunden.“ Wenn sie einen solchen potenziellen Werbekunden identifiziert hat, fordert sie zunächst ein Briefing an, mit dem sie sich über das Unternehmen, seine Produkte und seine Zielgruppe informieren kann – um einem Kunden ein passendes Angebot unterbreiten zu können, muss sie ihn schließlich gut kennen. Dann stellt sie aus den Verlagstiteln ein Angebot zusammen und meldet sich damit beim Kunden. „Dabei muss ich natürlich sein Kampagnenziel beachten“, sagt sie. „Wenn er etwa seine Marke bekannt machen will und dafür ein hohes Budget zur Verfügung stellt, bieten sich zum Beispiel unsere großen Medienmarken an.“

Die Bereitschaft, sich immer weiter fortzubilden, ist in ihrem Beruf eine Grundvoraussetzung. „Wir besuchen regelmäßig interne Verkaufstrainings, um den Umgang mit dem Kunden weiter zu optimieren“, erzählt Christine Homann.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/7012