Fachwirt – Medien (Digital)

Gerade bei Digitalmedien muss man genau wissen, wie die Inhalte publiziert werden dürfen.

Umfassend digital betreut

Christian Gatzen (32) bildete sich zum Fachwirt für Medien (Digital) weiter – und hat mittlerweile verantwortungsvolle Aufgaben in der Leitung von Digitalprojekten.

Christian Gatzen kümmert sich um den digitalen Auftritt von Wirtschaftsunternehmen. Der 32-Jährige arbeitet bei der Signum Dokumentation & Visualisierung GmbH in Dormagen als Projektleiter. Zu Beginn seines beruflichen Werdegangs absolvierte er eine Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien. Anschließend arbeitete er als Webentwickler, wollte sich dann aber neue Perspektiven schaffen. Die berufsbegleitende Weiterbildung zum Medienfachwirt, die die DTP Akademie in Düsseldorf anbot und die in der Regel 18 Monate dauert, interessierte ihn. Sein damaliger Arbeitgeber unterstützte ihn und übernahm die Weiterbildungskosten, die derzeit bei rund 6.500 Euro liegen.

Betriebswirtschaft und Recht

Zweimal wöchentlich besuchte er den berufsbegleitenden Abendunterricht und einmal im Monat eine ganztägige Schulung. Die Weiterbildung recht bald nach der Berufsausbildung zu absolvieren, war für ihn ideal. „So war mir der Lernrhythmus noch vertraut“, sagt er. Vor der Zwischenprüfung waren Rechtsbewusstes Handeln, Betriebswirtschaftliches Handeln, Methoden der Information, Kommunikation und Planung sowie Zusammenarbeit im Betrieb die Schwerpunkte des Unterrichts. Später bereiteten sich die Teilnehmer mit Fächern wie Personalmanagement und Kostenkalkulation auf Führungsaufgaben vor.

Christian Gatzen stellt oft fest, wie sehr ihm zum Beispiel die betriebswirtschaftlichen Inhalte heute im Berufsalltag helfen: „Ich muss schließlich jedes Projekt kalkulieren“, sagt er. Auch von den Inhalten aus dem Unterrichtsfach „Rechtsbewusstes Handeln“ profitiert er nach wie vor: „Ich kann die Kunden in rechtlichen Aspekten beraten – gerade bei Digitalmedien muss man genau wissen, wie es sich mit den Bildrechten verhält und welche Inhalte im Internet publiziert werden dürfen.“ An fachspezifischen Inhalten beschäftigte er sich unter anderem mit Digitalmedienproduktion und Digitalmedienprozessen.

Webauftritte mitgestalten, Projekte leiten

Bereits während der Weiterbildung wechselte Christian Gatzen zu seinem heutigen Arbeitgeber. Wenn er dort den digitalen Auftritt eines Kunden optimieren hilft, dann handelt es sich vielfach nicht um die Arbeit an gewöhnlichen Webseiten. Beispielsweise werden Video-Tutorials produziert und sogenannte Produktkonfiguratoren entwickelt. „Jeder kennt das aus der Automobilbranche, wenn sich der Kunde sein Wunschauto zusammenklickt. Genau das Gleiche machen wir mit anderen Produkten – zum Beispiel mit Brandmeldesystemen“, erklärt er.

Wenn er mit einem Kunden ein Erstberatungsgespräch geführt hat, lässt er einen Entwurf für den sogenannten Produktkonfigurator erstellen. „Danach wird der Konfigurator gestaltet, mit den gewünschten Funktionalitäten versehen und intern sowie extern getestet“, sagt Christian Gatzen, der bei der Programmierung und der Bildgestaltung aktiv mitwirkt.

Sein Schwerpunkt allerdings liegt auf der Projektleitung – genau dafür hat er die Weiterbildung gemacht. Er muss vor der Beauftragung den zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand abschätzen und danach ein Angebot erstellen. Während der Entwicklung verteilt er Aufgaben an die Kollegen und behält den Überblick über den Stand und Fortschritt des Projekts. So sorgt er dafür, dass die Entwicklung rechtzeitig und wie vereinbart abgeschlossen wird.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/77110