Betriebs­wirtin (Fach­schule) – Kommunikation und Büro­management

Direkt nach der Weiterbildung wechselte ich in ein neues Projekt.

Neue Perspektiven im Büro

Zusätzliche Kenntnisse rund um Organisation und Kommunikation erwarb Anna Laubner (23) im Rahmen einer Weiterbildung. Dadurch eröffneten sich für die Bürokauffrau spannende Aufgaben in der Projektarbeit.

Anna Laubner absolvierte gerade ihre Ausbildung zur Bürokauffrau, als an ihrer Berufsschule ein Tag der offenen Tür stattfand. Dabei stieß sie auf ein Angebot der Berufsbildenden Schule Wirtschaft I in Ludwigshafen, das sie interessierte: die Weiterbildung zur staatlich geprüften Betriebsfachwirtin für Büromanagement und Unternehmenskommunikation.

Berufsbegleitend weiterbilden

„Ich entschied mich dazu, die Weiterbildung direkt im Anschluss an meine Berufsausbildung zu beginnen“, erzählt Anna Laubner. „Ich war ans Lernen gewöhnt und konnte einfach weitermachen.“ Der Lernstoff gliederte sich in einzelne Module und verteilte sich auf vier Halbjahre. Zwei Module – Kommunikation und Präsentation sowie berufsbezogene Kommunikation in Englisch – standen durchgängig auf dem Lehrplan. „Zu den Hauptfächern zählen außerdem Marketing und Büromanagement“, sagt die 23-Jährige.

Zum Unterricht ging sie an drei Abenden pro Woche für jeweils vier Stunden. Hinzu kam das Lernen für die Tests, die am Ende jedes Moduls anstanden: „Den Aufwand darf man nicht unterschätzen. Man organisiert sich aber mit der Zeit immer besser, sodass zumindest ein freier Tag am Wochenende bleibt.“ Hilfreich für sie waren neben der strukturierten Organisation des Unterrichts die Treffen mit einem Lernpartner. Als alle Module bestanden waren, stand eine praktische Prüfung in der Gruppe an: Die Aufgabe bestand darin, in selbstständiger Projektarbeit die Gründung einer Firma zu planen und insbesondere eine passende Marketingstrategie zu entwickeln. Die Ergebnisse präsentierte Anna Laubners Lerngruppe dann vor anderen Schulklassen. „Das war viel anspruchsvoller, als nur vor der eigenen Klasse zu stehen“, sagt sie. Die Präsentation wurde bewertet und floss in die Endnote ein.

Anna Laubner entschied sich in der Folge dazu, die Fachschule für weitere zwei Jahre zu besuchen. Nach Abschluss wird sie zusätzlich die Qualifikation als Betriebswirtin für Unternehmensführung und Management erwerben.

Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit gefragt

Normalerweise kümmern sich Fachkräfte wie Anna Laubner um anspruchsvolle Büroaufgaben: Sie ermitteln etwa den Bedarf an EDV-Geräten und Fachzeitschriften, führen Bestellungen aus und überwachen den Eingang. Dabei orientieren sie sich gegebenenfalls an einem Budget und analysieren Verbrauchs- und Kostenübersichten. Hinzu kommt das Organisieren von Besprechungen und Tagungen.

Direkt nach der Weiterbildung wechselte ich intern in ein Projekt zur Integration von Flüchtlingen in Unternehmen, das vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird“, sagt Anna Laubner. Seitdem besucht sie kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Handwerk und Handel. Sie präsentiert das Projekt, bestimmt zusammen mit den Unternehmen den Bedarf an Mitarbeitern und Arbeitsmitteln und entwickelt gemeinsam eine Strategie für die Integration. „Das ist spannend, und ich kann das Know-how aus der Weiterbildung – vor allem Marketing sowie Kommunikation und Präsentation – gut anwenden.

Außer sehr guter Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit sind in ihrem Arbeitsbereich vor allem Belastbarkeit und Organisationstalent gefragt. Vorerst möchte sie so lange wie möglich beim Projekt mitarbeiten. „Später könnte ich mir auch vorstellen, in den Marketing- oder Eventbereich zu wechseln“, sagt sie.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/7887