Diversity Manager*in

Diversity Manager/in

Ausgeübter Beruf:

Diversity Managerin

Abgeschlossenes Studium in:

Betriebswirtschaftslehre (dual) an der Fachhochschule (Diplom-Kauffrau)

BERUFENET-Suchwort:

Diversity-Manager/in

Im Gespräch mit Kolleg*innen kommen mir die besten Ideen.

Damit Vielfalt zum Wettbewerbsvorteil wird

Mitarbeiter*innen helfen, sie untereinander vernetzen und für Vielfalt sensibilisieren – so sieht der Berufsalltag von Diversity Managerin Kirstin Hahne (39) aus. Routine gibt es in dieser Position nicht. Stattdessen setzt die studierte Betriebswirtin auf regen Austausch mit Kolleg*innen, um Impulse für mehr Diversität zu setzen und Veränderungen anzustoßen.

„Sich mit Diversity zu beschäftigen ist ein Muss für jedes Unternehmen. Dabei geht es darum, ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem jede*r Mitarbeitende mit der eigenen Einzigartigkeit akzeptiert wird“, erklärt Kirstin Hahne. Seit Mitte 2020 arbeitet sie als Diversity Managerin beim Modeversandhändler Bonprix. Durch ihre Erfahrungen im Marketing und als Führungskraft ist Kirstin Hahne mit Themen wie Teambuilding, Führung, Veränderungssituationen und Unternehmenskultur vertraut. Mit diesen Bereichen hat sie auch in ihrem Job als Diversity Managerin zu tun.

Dort kümmert sich Kirstin Hahne um individuelle Anliegen einzelner Mitarbeiter*innen, bringt Personen in Kontakt, die sich gegenseitig helfen oder voneinander lernen können und denkt über Maßnahmen nach, mit denen Vielfalt im Unternehmen etabliert werden kann. „Ich treibe Veränderungen in Strukturen und Prozessen voran und versuche so oft es geht, für die verschiedenen Aspekte von Diversity zu sensibilisieren und die Relevanz für das Unternehmen bewusst zu machen“, schildert sie. Dabei sind auch der Austausch mit Diversity Manager*innen anderer Unternehmen und die selbständige Information über aktuelle Entwicklungen rund um Diversity wichtig.

Empathie und Kommunikationsstärke

Das Diversity Management ist in manchen Unternehmen im Personalbereich angesiedelt. Kirstin Hahne dagegen berichtet direkt dem Vorsitzenden der Geschäftsführung. Bei der Umsetzung bestimmter Initiativen arbeitet sie viel und eng mit der Personalabteilung oder der Unternehmenskommunikation zusammen. Im Bereich Employer Branding und an verschiedenen Berührungspunkten im Bewerbungs- und Onboardingprozess neuer Mitarbeitenden achtet sie beispielsweise auf die Nutzung genderneutraler Sprache. Mit der Unternehmenskommunikation überlegt sie, welche Inhalte für alle Mitarbeitenden spannend und inspirierend sein könnten, und erstellt entsprechende Beiträge für das Intranet.

Kirstin Hahne hat dual Betriebswirtschaftslehre studiert. Ihr Schwerpunkt dabei: Marketing. Über Stationen im Vertrieb und Marketing sammelte sie Erfahrungen im Bereich Projektleitung, Mitarbeiter*innenführung und Human Resources. Dabei entdeckte sie ihre Leidenschaft dafür, Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. „Meine Motivation, Diversity Managerin zu werden, war in erster Linie das Interesse an Menschen gepaart mit der Idee, dass ich in dieser Rolle einen echten Unterschied im Unternehmen machen kann“, erzählt Kirstin Hahne.

Veränderungen vorantreiben

Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen haben ihr gezeigt, dass Menschen individuell und unterschiedlich sind, sagt sie. Empathie hält die Diversity Managerin deshalb für eine wesentliche Kompetenz. „In meiner Rolle geht es darum, die persönlichen und möglicherweise sehr individuellen Interessen der Mitarbeitenden zu verstehen und ernst zu nehmen. Gleichzeitig braucht es Klarheit, um da, wo es nötig ist, deutlich zu machen, dass nicht jedes persönliche Anliegen aus einer unternehmerischen Perspektive relevant ist.“

Durchsetzungskraft, Begeisterungsfähigkeit und kommunikative Stärke seien wichtig, um Führungskräfte zu überzeugen und Mitarbeitende zu gewinnen. „Es geht ja darum, sich Gehör zu verschaffen und so Veränderungen im Unternehmen voranzutreiben“, bringt sie auf den Punkt. Hört man Kirstin Hahne zu, wird klar, dass es ohne eine gehörige Portion Kreativität auch nicht geht. „In Gesprächen mit Kolleg*innen kommen mir die besten Ideen, ich kann Hilfe zur Selbsthilfe leisten, Impulse setzen, Lösungen vorantreiben. Und dabei lerne ich spannende Kolleg*innen und ihre Arbeit kennen.“ <<

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