Anlage­berater*in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Anlageberaterin

Tätigkeitsfeld:

Beratung zu Kapitalanlagen

Abgeschlossenes Studium in:

BWL für Finanzdienstleistungen/ Bank

BERUFENET:

Anlageberater/in

Man braucht Spaß am Umgang mit Zahlen, Interesse am Kapitalmarkt – und Teamspirit, schließlich setzen wir uns gemeinsam für unsere Kunden ein.

Für jeden individuell die richtige Geldanlage

Was mache ich mit meinem Geld? Wie lege ich mein Erbe so an, dass ich mir ein Haus kaufen – oder im Rentenalter davon leben kann? Solche Fragen klärt Melanie Minarz gerne im persönlichen Gespräch. Die 38-Jährige ist Anlageberaterin bei der Sparda-Bank West.

Wenn Melanie Minarz morgens aufsteht, interessiert sie sich nicht nur für eine schöne heiße Tasse Kaffee, sondern auch brennend für den aktuellen Börsenkurs. Über eine App auf dem Handy verfolgt sie laufend Informationen über die Entwicklung der Kapitalmärkte. „Fallen die Kurse, steigen sie? Das interessiert mich“, sagt die Anlageberaterin für Privatkunden. Klar, dass sie diese Leidenschaft in ihrer Arbeit braucht, schließlich will sie für ihre Kunden im Blick behalten, wo es sich zu investieren lohnt. Konkret berät sie zu Finanzprodukten aus dem Portfolio der Bank. „Das sind bestimmte Fonds, Wertpapiere, Festgeld, Bausparverträge oder auch Versicherungen für die Altersvorsorge und in unserem Fall auch Genossenschaftsanteile an unserer Bank“, schildert sie. 

Seit sechs Jahren arbeitet sie schon in der Anlageberatung bei der Genossenschaftsbank Sparda-Bank West. Ihr Büro hat sie in Arnsberg. Melanie Minarz berät ihre Kunden ausschließlich persönlich. Bis zu 90 Prozent ihrer Zeit verbringt sie mit den Beratungsgesprächen. Dazu vereinbart sie per Mail oder telefonisch Termine, oder sie erhält Termine, die über ein Online-Portal oder über die Telefonzentrale hereinkommen. „Der digitale Terminkalender ist eigentlich mein wichtigstes Tool“, sagt sie. „Hier vermerke ich meine Termine oder bekomme sie eingestellt, das strukturiert meinen Tag.“ Etwa fünf Gespräche führt sie am Tag. Für jeden Kunden und jede Kundin nimmt sie sich viel Zeit.

Ausführliche Beratungsgespräche

Handelt es sich um einen Bestandskunden, informiert sie sich vorab über seine Anlagen, Vermögensverhältnisse, Familienstand und Alter. Bei Neukunden klärt sie dies im Gespräch, bevor sie die individuellen Anlageziele thematisiert, zum Beispiel, ob mit dem angelegten Geld eine Immobilie oder ein Studium finanziert werden soll, ob eine Altersvorsorge angestrebt wird, oder ob der Kunde möglichst hohe Erträge erzielen möchte. Dabei spielt die individuelle Risikobereitschaft eine ganz entscheidende Rolle. Während einige gerne spekulieren, zählt für andere allein die Sicherheit. „Anhand eines digitalen, systemgestützten Beratungsprogramms gehe ich Schritt für Schritt gezielt Fragen durch, die dabei helfen, die Anlageziele und die Risikobereitschaft zu ermitteln“, schildert sie. Dazu ist sie gesetzlich verpflichtet, denn sie darf nur die Finanzprodukte anbieten, die zum ermittelten Risikotypen passen. Den kompletten Verlauf des Gesprächs dokumentiert sie nebenbei am Computer. „Das Protokoll ist ganz transparent für den Kunden, er bekommt es vorgelegt, damit er für sich noch mal reflektieren kann, ob die vorgeschlagene Anlagestrategie wirklich passt.“

Als ortsansässige Bank in einer kleineren Stadt kenne man sich zwar, sagt sie, dennoch hält sie Menschenkenntnis, Empathie und Fingerspitzengefühl für unabdingbar bei ihrer Arbeit. „Genau das bereitet mir Freude. Natürlich braucht man auch Spaß am Umgang mit Zahlen, Interesse am Kapitalmarkt – und Teamspirit, schließlich setzen wir uns gemeinsam für unsere Kunden ein“, sagt sie. Als Investmentbeauftragte informiert sie auch ihre Kolleg*innen regelmäßig über neue Finanzprodukte. „Dafür lade ich zu Teamrunden ein, bereite Powerpoint-Präsentationen vor oder teile Handouts aus. Gemeinsam schauen wir uns dann an, für welche Kundengruppen das Produkt in Frage kommen könnte.“

Ziel: Personalverantwortung

Erste Beratungskompetenz hat Melanie Minarz bereits während ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau erlangt. Ein anschließendes Studium in Betriebswirtschaft hat ihr noch einen tieferen Einblick in die Finanz- und Wirtschaftswelt ermöglicht. „Ich wollte einfach mehr über die Zusammenhänge erfahren“, sagt sie. Das Studium helfe ihr fachlich und auch dabei, schneller in eine Führungsposition aufzusteigen. „Das ist mein Ziel, ich möchte Personalverantwortung“, sagt die Anlageberaterin, die sich deshalb intern gezielt weiterbildet. „Diese Arbeit macht wirklich sehr viel Spaß und bietet viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Wegen des Kontakts zu so unterschiedlichen Menschen ist kein Tag wie der andere.“<<

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