Schmuck

verschieden gefasste Edelsteine
Portrait von Ute de Maight.

Die Expertin

Ute de Maight

ist wissenschaftliche Lehrerin an der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd.

Hier erfährst du, was Ausbildungsbetriebe von ihren Azubis erwarten.

Detailaufnahme vom Entwurf eines Schmuckstücks

Kreativität

Das Goldschmiedegewerbe zum Beispiel ist eines der ältesten Handwerke der Welt. Noch heute liegt der gesamte Entstehungsprozess eines Schmuckstücks häufig in der Hand einer Person. Wer hier beruflich durchstarten will, hat mit pfiffigen Ideen und Kreativität eine gute Grundlage.

Detailaufnahme vom Feilen eines Rings

Handwerkliches Geschick

Interesse am Zeichnen, Modellieren und Experimentieren mit verschiedensten Materialien ist nützlich. Diese Arbeitsschritte verlangen Geschick im Umgang mit vielen verschiedenen Werkzeugen.

Detailaufnahme von verschieden großen Meßkegeln

Räumliches Vorstellungsvermögen

Um kleine Einzigartigkeiten herzustellen, ist dreidimensionales Denken nötig – sowohl bei den ersten Skizzen als auch später bei der Umsetzung in der Werkstatt.

lächelnde Frau

Kommunikationsstärke

Im Kundengespräch sind Auffassungsvermögen, Stilsicherheit und sicheres Präsentieren der gestalterischen Gedanken eine Notwendigkeit, um während der Beratung gemeinsam Ideen zu entwickeln.

Taschenrechner

Rechenfertigkeit

Wie viel Material benötige ich und wie hoch sind die Kosten? Um den Materialbedarf und die konkreten Arbeitsschritte zu planen, müssen unter anderem die Grundrechenarten sicher beherrscht werden, etwa für die Volumenrechnung.

Du interessierst dich für diesen Arbeitsbereich? Doch welche Berufe könnten dir gefallen?
Klicke auf einen Beruf, über den du mehr wissen willst.
Oder mach den Tätigkeiten-Check und sieh, welche Berufe zu deinen Interessen passen könnten.
Junge Frau schleift einen Metallring

Kreativ sein reicht in den Berufen rund um Schmuck nicht aus. Handwerklich perfektes Arbeiten ist gefragt. Besonders die Gestaltung der Oberflächen erfordert Können und Ausdauer. Silberschmiede/Silberschmiedinnen arbeiten Muster und Ornamente in die glatte Metalloberfläche ein. Dann schleifen sie die Oberfläche, bis sie spiegelnd glänzt. Diamantschleifer/in-nen bearbeiten Steine so geschickt, dass sich das Licht in ihnen bricht und sie dadurch glänzen. Feinpolierer/innen sind ausschließlich damit beschäftigt, Oberflächen von Edelmetallen zu bearbeiten.

Junge Frau berät zwei Kundinnen

Passt die Perlenkette zu diesem Kleid? Welche Ohrringe könnten der Enkelin gefallen? Du berätst die Kunden freundlich, nimmst Aufträge entgegen und verkaufst natürlich auch deine Schmuckstücke. In manchen Berufen sind deine Kunden aber auch Unternehmer/innen, die zum Beispiel geschliffene Edelsteine weiterverkaufen. Schmuck ist ebenso wie Kleidung Moden unterworfen. Was „in“ ist, verkauft sich meist auch besser. Daher ist es wichtig, die aktuellen Trends zu kennen.

junger Mann prüft den Schliff eines Diamants

Bei Edelsteinen spielen die Reinheit des Materials, die Farbe und Härte eine wichtige Rolle, denn sie bestimmen letztendlich auch den Preis. Die Qualität prüfen und beurteilen zu können ist daher in vielen Berufen entscheidend. Damit beim Schleifen kein Material absplittert, sich das Licht am Ende optimal bricht und der Stein schön funkelt, ist es auch wichtig, die Struktur eines Edelsteins zu ermitteln. Siehe auch Bereich „Edelsteine, Musikinstrumente (Produktion, Fertigung)".

zeichnen einer Skizze zur Planung eines neuen Schmuckstücks beim Silber- und Goldschmieds

In vielen handwerklichen Berufen mit Schmuck kannst du richtig kreativ sein. Gold- und Silberschmiede/-schmiedinnen und Designer/innen für angewandte Formgebung, Schmuck und Gerät stellen Ohrringe oder Armbänder nach eigenen Entwürfen her. Dazu fertigen sie Skizzen oder Zeichnungen an. Auch Edelsteingraveure/-graveurinnen und Edelsteinfasser/innen setzen eigene Gestaltungsideen um. Dabei gehört es auch dazu, die Wünsche und Vorstellungen von Kunden aufzugreifen. Weitere kreative Berufe siehe Bereich „Berufe im Kunsthandwerk.

Junger Mann arbeitet einen alten Ring auf

Ist der Verschluss einer Perlenkette defekt oder hat eine alte Brosche einen Edelstein verloren? Als Gold- oder Silberschmied/in kennst du dich aus und weißt, wie man die Schmuckstücke repariert. Auch in der Restauration von alten Kunstwerken aus Edelmetall bist du bewandert. Wenn hingegen eine Uhr nicht mehr tickt, sind Uhrmacher/innen die richtigen Ansprechpartner. Sie tauschen nicht nur schwache Batterien aus, sondern können die Zeitmesser auch wieder in Gang setzen, wenn ein Zahnrad hängt oder ein Zeiger verbogen ist.

Junge Frau bedient einen Computer

Arbeitsabläufe zu planen und vorzubereiten ist in der Regel die Sache von Meistern/Meisterinnen. In größeren Betrieben kann diese Aufgabe auch delegiert werden: an Fachkräfte, die Schmuck nicht selbst herstellen, sondern sich der Organisation widmen. Sie bestellen beispielsweise die benötigten Werkstoffe, legen die einzelnen Arbeitsgänge der Produktion fest und verteilen Aufträge an die Mitarbeiter/innen.

Eine junge Frau sitzt in einer Werkstatt und bearbeitet ein Werkstück mit einer Feile.

entwerfen und gestalten Schmuck, Zier- und Gebrauchsgegenstände aus Metallen und Edelsteinen. Nicht jedem ist bekannt, dass sie nicht nur Entwürfe anfertigen, sondern auch Schmuck und Geräte herstellen.

Ein Werkstück wird bearbeitet.

fertigen Schmuckdiamanten, indem sie die unbearbeiteten Steine so schleifen, dass sich das Licht besonders bricht und die Diamanten so zum Glitzern bringt. Häufig verwenden Diamantschleifer/innen bei ihrer Arbeit eine Lupe.

junger Mann fasst einen Edelstein in einen Ring ein

verzieren Schmuckstücke oder Ziergeräte mit Edel- und Schmucksteinen. Selbst allerkleinste Reste von Edelsteinen und -metallen, die beim Abfeilen entstehen, sammeln sie auf, da diese teuren Materialien später noch verwendet werden können.

junge Frau graviert einen Edelstein

verzieren natürliche und künstliche Edel- und Schmucksteine beispielsweise mit Porträts, Ornamenten oder Wappen. Dazu schneiden sie die Motive in den Stein (Gemmen) oder tragen überschüssiges Material um das Motiv herum ab (Kameen). In diesem Beruf gehört es auch dazu, Kunden zu beraten.

junger Mann klebt einen zu schleifenden Edelstein auf einem Stab fest

verarbeiten natürliche und künstliche Edel- und Schmucksteine zu Schmuckstücken, Schmuckgegenständen und zu Gebrauchssteinen für technische Geräte. Wusstest du, dass sie manche Steine auf Edelsteinmessen im Ausland kaufen und dafür Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil sind?

Junge Frau poliert Schmuckstücke.

arbeiten am Ende der Fertigungskette von Schmuck. Sie verleihen goldenen Uhrgehäusen oder silbernen Armbändern und Ringen den strahlenden Glanz. Wichtig ist auch der Schutz der Schmuckstücke vor Korrosion. Zum Beispiel soll das Anlaufen von Silber verhindert werden. Mithilfe von Galvanisieranlagen bringen Feinpolierer/innen entsprechende Beschichtungen auf.

Eine junge Frau feilt an einem gegossenem Alumiumstück

entwerfen individuelle Schmuck- und Gebrauchsgegenstände aus Edelmetall und fertigen sie über-wiegend in Handarbeit. Wusstest du eigentlich schon, dass manche in ihren Werkstätten auch Goldschmiedekurse anbieten?

Ein junger Mann erhitzt eine Silberschale

entwerfen und gestalten Schmuck, aber auch Teller oder Besteck aus Silber oder unedlen Metallen, die sie dann versilbern. Übrigens arbeiten sie auch mit chemischen Flüssigkeiten, zum Beispiel wenn sie Werkstücke im sogenannten galvanischen Bad vergolden.

Junge Frau bei der Montage einer Pendule, dem Uhrwerk einer einer französischen Großuhr, sie trägt dabei eine Lupe.

prüfen, reparieren und warten mechanische und elektronische Uhren aller Art. Sie stellen auch Uhren her, wobei sie meist industriell gefertigte Bauteile verwenden. Teilweise fertigen sie Einzelteile auch selbst. Da sie zudem digitale Uhren instand setzen, müssen sie elektronische Schalt- und Steuervorgänge kennen.

Eine junge Frau nimmt eine Schachtel durch eine Durchreiche entgegen

sorgen in größeren Betrieben bei der Herstellung von Schmuck für einen reibungslosen Produktionsablauf. Sie wählen die benötigten Materialien aus und bestellen sie, geben Arbeitsaufträge an die Mitarbeiter/innen und nehmen die fertigen Arbeiten ab. Übrigens erledigen sie auch Buchhaltungsaufgaben.

Schau dir die Sterne an und behalte den Überblick:
Kategorie 1 () = Auf jeden Fall ansehen!
Kategorie 2 () = Auch interessant. Ansehen!
Kategorie 3 () = Ein Blick kann nicht schaden.
Kategorie 4 = Eher nicht interessant.

Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung machen, also im Betrieb und in der Berufsschule lernen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Schulische Ausbildungen werden zumeist nicht vergütet. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei Pflegeberufen.

Kosten und Finanzen

Für manche Ausbildungen können Gebühren anfallen, insbesondere an privaten Schulen. Öffentliche Schulen sind dagegen in der Regel gebührenfrei. Trotzdem können Kosten entstehen, zum Beispiel für Bücher. Auszubildende können finanzielle Unterstützung beantragen. Bei schulischen Ausbildungen ist BAföG möglich, bei betrieblichen Ausbildungen eine Berufsausbildungsbeihilfe.

Häufige und seltene Ausbildungen

Manche Ausbildungen werden recht häufig angeboten, andere sind dagegen eher selten. Wieder andere gibt es bevorzugt in bestimmten Regionen. Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du unter:

www.regional.planet-beruf.de
Es kann sich aber lohnen, wenn du regional flexibel bist! Wichtig ist, dass du dich für einen Beruf entscheidest, der deinen Stärken entspricht und dich interessiert.

http://berufsfeld-info.de/planet-beruf/tbf/schmuck