Leder

rotes Leder
Portrait von Matthias Geignetter

Der Experte

Matthias Geignetter

ist Kürschnermeister und Berufsbildungsvorsitzender des Kürschnerhandwerks.

Hier erfährst du, was Ausbildungsbetriebe von ihren Azubis erwarten.

zusammengenähtes Leder

Kreativität und handwerkliches Geschick

Kreativen bietet der Kürschnerberuf beste Möglichkeiten, selbst Mode zu machen. Dazu brauchen sie natürlich Interesse an Mode, aber vor allem Kenntnisse der gesamten Verarbeitungspalette. Von der harmonischen Fell- und Materialkombination bis hin zum exakten Schneiden. Zusammengenäht wird entweder mit Maschinen oder – bei ganz besonderen Stücken – von Hand.

skizzierter Modeentwurf

Zeichne­rische Begabung

Für den Kürschnerberuf sind zeichnerische und gestalterische Begabung sowie ein gutes Auge für Farben und Strukturen notwendig.

Ein Maßband liegt auf einem Schnittmuster.

Planungsfähigkeit

In der dreijährigen Ausbildung lernt man, wie aus Fellen, Leder und Stoffen hochwertige Bekleidung gestaltet und gefertigt wird, sei es nach eigenen oder nach vorgegebenen Entwürfen. Kürschner/innen planen den Arbeitsablauf von der Auftragsbeschreibung bis zur Endabnahme, bereiten ihn vor und führen ihn durch.

Taschenrechner

Rechnen und räumliches Vorstellungsvermögen

Azubis sollten auch rechnerische Grundkenntnisse mitbringen, zum Beispiel, um den Materialbedarf zu berechnen. Außerdem ist räumliches Vorstellungsvermögen wichtig. Wer Skizzen erstellt, muss sich vorstellen können, wie das Stück später aussieht.

Ein junger Mann dekoriert die fertige Ware im Verkaufsraum.

Kundenorientierung

Kaum ein Kleidungsstück ist so gut geeignet wie Pelz, sich über viele Jahre dem jeweils aktuellen Modebild anzupassen. Zu den Aufgaben der Kürschner/innen zählt denn auch, für den Kunden ein nobles Stück wieder der Mode anzupassen oder eine Ausbesserung durchzuführen, Pelze zu reinigen und fachgerecht aufzubewahren.

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Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung machen, also im Betrieb und in der Berufsschule lernen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Schulische Ausbildungen werden zumeist nicht vergütet. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei Pflegeberufen.

Kosten und Finanzen

Für manche Ausbildungen können Gebühren anfallen, insbesondere an privaten Schulen. Öffentliche Schulen sind dagegen in der Regel gebührenfrei. Trotzdem können Kosten entstehen, zum Beispiel für Bücher.

Auszubildende können finanzielle Unterstützung beantragen. Bei schulischen Ausbildungen ist BAföG möglich, bei betrieblichen Ausbildungen eine Berufsausbildungsbeihilfe.

Häufige und seltene Ausbildungen

Manche Ausbildungen werden recht häufig angeboten, andere sind dagegen eher selten. Wieder andere gibt es bevorzugt in bestimmten Regionen. Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du unter:

www.regional.planet-beruf.de
Es kann sich aber lohnen, wenn du regional flexibel bist! Wichtig ist, dass du dich für einen Beruf entscheidest, der deinen Stärken entspricht und dich interessiert.

http://berufsfeld-info.de/planet-beruf/tbf/leder