Lebens­mittel

Brotlaibe liegen in einer Auslage.
Portrait von Tharson Thurai.

Der Experte

Tharson Thurai

ist Sozialpolitischer Referent der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG)

Hier erfährst du, was Ausbildungsbetriebe von ihren Azubis erwarten.

Blick auf verschiedene, abgepackte Käse, die in einem Kühlregal liegen.

Begeisterung für Lebensmittel

Ganz wichtig ist das Verständnis für Lebensmittel. Nur wer Begeisterung für das Produkt mitbringt, kann sein Fachwissen richtig einsetzen.

Lebkuchen auf einem Fließband

Aufmerksamkeit

In der betrieblichen Ausbildung wird Wissen zu den Produktionsabläufen und der Produktbeschaffenheit vermittelt. Die Azubis müssen den gesamten Produktionsprozess verstehen, damit sie in jedem Einsatzbereich optimal arbeiten und im Idealfall sogar Verbesserungsvorschläge machen können.

Produktionsmaschinen einer Molkerei

Technisches und mathematisches Verständnis

Die moderne Herstellung von Lebensmitteln ist ein technisch hochkomplexer Prozess. Know-how und hochmoderne Anlagen sind nötig, um die strengen Qualitäts- und Hygieneanforderungen zu erfüllen. Ein technisches und mathematisches Grundverständnis sollte daher jeder Azubi mitbringen.

Eine Frau erklärt eiunem Azubi die Dekoration eines Speiseeisbecher.

Teamwork

Die Herstellung von Top-Lebensmitteln ist ein Gemeinschaftswerk vieler Mitarbeiter/innen und Abteilungen. Entscheidend ist es, sich eng mit den Kolleginnen und Kollegen abzustimmen und sich in deren Bereiche hineinzudenken. Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie die Bereitschaft für den Blick über den eigenen Tellerrand sind deshalb überaus hilfreich.

Auszubildende Lebensmitteltechnikerin überwacht am Computer die Produktion

Flexibilität

Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Ernährungsindustrie selbst. Dies erfordert Flexibilität und Neugier. Auszubildende werden in der Produktion, im Labor, in der Produktentwicklung und in der Qualitätssicherung eingesetzt und lernen damit die verschiedenen Produkte und deren Herstellungsablauf von A bis Z kennen. Zum betrieblichen Ablauf gehört in fast allen Betrieben auch Schichtarbeit.

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Junger Mann kippt Eis und Hefe in Knetmaschine.

backen Brot, Brötchen und Kleingebäck. Sie stellen auch Torten und Snacks her. Darüber hinaus verkaufen sie Backwaren und beraten Kunden. Hast du dir schon klargemacht, dass Bäcker/innen meistens exakt nach vorgegebenen Rezepten arbeiten, da der Kunde erwartet, dass eine bestimmte Brotsorte immer gleich schmeckt?

Auszubildende Lebensmitteltechnikerin konfiguriert Maschine

bedienen und überwachen industrielle Produktionsanlagen, mit denen Fertiggerichte, Konserven und Backwaren hergestellt werden. Sie können auch bei Kaffeeröstern oder Herstellern von Babynahrung tätig sein.

Ein junger Mann steht in einer Großküche und füllt Schokosoße in einen Eimer.

stellen beispielsweise aus Milch, Sahne, Zucker, Früchten oder Nüssen Eis her und zaubern daraus leckere Eisbecher oder geeiste Getränke. Sie arbeiten in Eisdielen und Konditoreien, wo sie auch servieren.

Eine Frau belegt Wurstbrötchen und legt diese auf ein silbernes Tablett.

verkaufen Lebensmittel und informieren Kunden, beispielsweise über Inhaltsstoffe. Außerdem erledigen sie auch die Kassenabrechnung und halten den Verkaufsraum sauber.

Ein junger Mann im Kettenhemd trennt die Haut vom Schweineschenkel ab.

schlachten Tiere, zerlegen diese und verarbeiten die Fleischteile zu vielfältigen Produkten wie Wurst oder zu Gerichten. Übrigens beliefern Fleischer/innen auch Partys und andere Veranstaltungen.

Junger Koch schiebt Gratin in den Ofen

bereiten unterschiedlichste Speisen zu. Sie entwerfen Speisekarten und Speisepläne. In großen Betrieben spezialisieren sie sich zum Beispiel auf kalte Gerichte oder auf Soßen. War dir klar, dass sie auch auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten?

Junge Frau spritzt Marmelade auf Teigrohlinge

verwöhnen ihre Kunden/Kundinnen mit selbst hergestellten Kuchen und Torten sowie anderen „süßen Sachen“ wie zum Beispiel Pralinen. Auch herzhaftes Partygebäck können sie zubereiten.

junge Frau bringt eine Probe mit einer Pipette von einem Becherglas in ein Kulturröhrchen

untersuchen und analysieren im Labor Lebensmittelproben von Produkten, die industriell hergestellt werden. Übrigens arbeiten sie auch häufig am PC, zum Beispiel, wenn sie die Ergebnisse von Laboranalysen auswerten.

Eine junge Frau schneidet in einem Labor einen Käse zur Kontrolle an.

stellen aus Rohmilch Milcherzeugnisse her und verpacken und lagern diese. Sie steuern den Produktionsprozess und sichern die Qualität.

Junger Mann ueberprueft Milch mit farbigen Indikator

stellen im Labor sicher, dass die Qualität von Milch und Milchprodukten stimmt. Dafür entnehmen sie Proben und prüfen unter anderem, wie hoch der Fettgehalt ist und ob Rückstände von Arzneimitteln vorhanden sind.

Auszubildender Verfahrenstechnologe arbeitet am Schreibtisch am PC

sind dort zu finden, wo Getreide- und Spezialprodukte oder Futtermittel produziert werden. Sie überwachen und kontrollieren die Maschinen und Anlagen.

Ein junger Mann kontrolliert die Qualität der gerösteten Kakaobohnen.

stellen industriell zahlreiche Produkte her: vom Keks über Konfekt bis hin zu Schokolade. Sie überwachen nicht nur den Produktionsprozess, sondern erledigen auch Wartungsarbeiten an den Maschinen.

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Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung machen, also im Betrieb und in der Berufsschule lernen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Schulische Ausbildungen werden zumeist nicht vergütet. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei Pflegeberufen.

Kosten und Finanzen

Für manche Ausbildungen können Gebühren anfallen, insbesondere an privaten Schulen. Öffentliche Schulen sind dagegen in der Regel gebührenfrei. Trotzdem können Kosten entstehen, zum Beispiel für Bücher.

Auszubildende können finanzielle Unterstützung beantragen. Bei schulischen Ausbildungen ist BAföG möglich, bei betrieblichen Ausbildungen eine Berufsausbildungsbeihilfe.

Häufige und seltene Ausbildungen

Manche Ausbildungen werden recht häufig angeboten, andere sind dagegen eher selten. Wieder andere gibt es bevorzugt in bestimmten Regionen. Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du unter:

www.regional.planet-beruf.de
Es kann sich aber lohnen, wenn du regional flexibel bist! Wichtig ist, dass du dich für einen Beruf entscheidest, der deinen Stärken entspricht und dich interessiert.

http://berufsfeld-info.de/planet-beruf/tbf/lebensmittel