Glas­bläser/in

Portrait einer jungen Frau.

Jasmin (21) wird Glas­bläserin.

Zunächst zeichne ich eine Skizze der Glasfigur, die ich herstellen will. Als Nächstes erhitze ich das Glas, bis es weich genug ist, und bringe es in die gewünschte Form.

Die Faszination, die von gläsernen Figuren, Vasen und Kugeln ausgeht, ist heute noch die gleiche wie vor 2.000 Jahren. So lange schon gibt es Glasbläser. Auch Jasmin bringt mit den schimmernden Gegenständen Kinder- und Erwachsenenaugen zum Leuchten.

Aus Glasröhren oder Glasstäben filigrane Kunstwerke herstellen – das ist das Handwerk von Glasbläsern. Von Obstschalen über Glastiere, Kunstaugen für Puppen, Augenprothesen für Menschen bis hin zu Schmuck für den Weihnachtsbaum reicht das Spektrum. Die Entwürfe fertigen sie selbst an oder arbeiten nach Mustervorlagen.

Über der Flamme eines Gasbrenners erhitzen sie die Rohlinge, die Glasröhren. Dabei sind sie der starken Hitze des Gasbrenners ausgesetzt. Mit der Glasmacherpfeife und anderen Werkzeugen blasen und modellieren sie die gewünschten Formen heraus. Das heiße Glas ziehen sie mit Zangen und Metallstäbchen weiter in Form – Figuren wie Pferde und Pinguine entstehen daraus. Um eine Schale zu veredeln, drücken sie mit Griffeln und Stempeln Strukturen hinein oder bringen Ornamente auf. Geht es um Puppenaugen, schmelzen sie farbiges Glas für die Iris auf den Rohling. Und nicht zuletzt bemalen sie ihre Christbaumkugeln und andere Glaskunstwerke.

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