Sauberkeit und Hygiene

Wasserhahn
Portrait von Sebastian Miller und Stefan Unucka

Die Experten

Sebastian Miller und Stefan Unucka

sind Ausbilder bei dem Unternehmen Walter Greif GmbH & Co. KG.

Hier erfährst du, was Ausbildungsbetriebe von ihren Azubis erwarten.

Deatilaufnahme vom Befestigen gewaschener Wäsche an eine Hängevorrichtung in einer industriellen Textilreinigung.

Handarbeit

Für Textilreiniger/innen gehören Maschinen zwar zum Arbeitsalltag, dennoch sind Handarbeit und Geschick gefordert – ob beim Bügeln, Sortieren, Mangeln oder Pressen.

Taschenrechner

Kenntnisse in Mathematik

Um zum Beispiel Waschprogramme zu erstellen, sind Grundkenntnisse in Mathematik gefragt. Dabei geht es beispielsweise darum, Waschmittelmenge, Dosierzeiten oder die Wassermenge zu berechnen.

Regler einer Textilreinigungsmaschine

Technisches Verständnis

Die Auszubildenden arbeiten an modernen Maschinen, deren Aufbau sie genau kennen müssen. Das ist nicht nur wichtig, um die komplizierten Anlagen richtig zu bedienen, sondern auch, um reibungslose Abläufe sicherzustellen und bei Problemen schnell und richtig reagieren zu können.

Verschiedene Reinigungsmittel

Interesse an Chemie und Physik

Kenntnisse über die Zusammensetzung der Wasch- und Reinigungsmittel sind wichtig. Hier gilt es zu verstehen, wie die Inhaltsstoffe reagieren und welche Flecken wie am besten und materialschonendsten entfernt werden.

lächelnde Frau

Teamfähigkeit und Serviceorientierung

Teamarbeit ist das A und O, um alle Aufträge korrekt und pünktlich zu erledigen. Zudem ist ein serviceorientierter Umgang mit dem Kunden wichtig. Wer hier selbstbewusst und höflich auftritt, baut eine Vertrauensbasis auf und hat so letztlich mehr Freude bei der Arbeit.

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Frau berät eine Kundin in der Textilreinigung

Als Fachkraft für Hygieneüberwachung informierst du etwa im Gesundheitsamt Bürger, wie sie am besten Schädlinge auf ihrem Grundstück oder in ihrer Wohnung bekämpfen können. Bevor Schädlingsbekämpfer/innen Rattenköder auslegen oder mit der Giftspritze Schaben vernichten, besprechen sie die Maßnahmen mit den Kunden. Textilreiniger/innen bedienen hinter der Ladentheke täglich Kundschaft und wissen, welche Reinigungsmethode für ein bestimmtes Kleidungsstück gewählt werden sollte.

Eine Wasserprobe wird aus einem Schwimmbecken entnommen.

Fachkräfte für Hygieneüberwachung kontrollieren zum Beispiel die hygienischen Verhältnisse in Wasserversorgungs- und Kläranlagen oder die ordnungsgemäße Entsorgung fester Abfälle. Sie überwachen auch die Wasserqualität von Badeseen und prüfen die Hygiene-Standards in Schwimmbädern. Gebäudereiniger/innen achten generell auf Hygiene. In sensiblen Betrieben wie Krankenhäusern setzen sie spezielle Hygienekonzepte um.

Ein Gebäudereiniger sucht nach dem passenden Reinigungsmittel

Gebäudereiniger/innen wie auch Textilreiniger/innen müssen für jeden Einsatz ein angemessenes Reinigungsverfahren auswählen, um damit Schmutz zu beseitigen. Gebäudereiniger/innen wissen, wie man einen Tintenfleck aus einem Ledersessel entfernt, ohne dabei das Leder zu beschädigen. Zur Beseitigung von grobem Schmutz setzen sie Hochdruck- und Dampfreinigungsgeräte ein. Für Rotweinflecken in Oberhemden nehmen Textilreiniger/innen Lösungsmittel.

Frau prüft Bakterienkultur im Labor

Vor allem Fachkräfte für Hygieneüberwachung verbringen bei ihrer Arbeit viel Zeit im Labor. Sie untersuchen Wasserproben aus Schwimmbädern, Seen oder Kläranlagen und dokumentieren ihre Ergebnisse in Berichten. Auch bei Schädlingsbekämpfern/-bekämpferinnen kann Laborarbeit vorkommen, wenn sie Chemikalien berechnen, mischen und zusammenstellen, um Pflanzenschutz- und Desinfektionsmittel herzustellen.

Frau legt Rattenköder aus

Schädlingsbekämpfer/innen ergreifen Vorbereitungsmaßnahmen, um Hygieneprobleme zu vermeiden: Auf Dächern befestigen sie Taubenschutzgitter, denn Taubenkot kann Fassaden beschädigen. Sie bestreichen Holz mit Holzschutzmitteln, die Holzwürmer vertreiben. Damit sich in Kellern keine Schimmelschwämme ausbreiten, leiten Schädlingsbekämpfer/innen die Trockenlegung des Mauerwerks in die Wege.

Eine junge Frau erstellt ein Angebot mit dem Computer.

Wer Waren oder Dienstleistungen verkaufen will, muss kaufmännisch denken und handeln. Kunden kann man beispielsweise durch preisgünstige Angebote gewinnen. Diese müssen jedoch exakt kalkuliert sein, sonst drohen Verluste. Zu den Aufgaben kann es auch gehören, Werbeangebote zu entwickeln, um den Verkauf von bestimmten Produkten zu fördern. Von der Bestellung beim Großhändler über den Kassenbericht bis zur Erstellung von Zahlungserinnerungen fallen viele kaufmännische Tätigkeiten an.

Ein junger Mann berät einer Kundin in einem Drogeriemarkt.

stehen den Kunden mit Rat und Tat zur Seite, wenn sie eine Beratung benötigen – ob bei frei verkäuflichen Arzneien, Putzmitteln oder medizinischen Artikeln. Drogisten/Drogistinnen präsentieren das Sortiment werbewirksam im Verkaufsraum. Sie sitzen auch an der Kasse oder erledigen Büroarbeiten.

Ein junger Mann macht Lärmschutzmessungen.

kontrollieren die hygienischen Verhältnisse in Krankenhäusern, Schwimmbädern und anderen Anlagen. In Kläranlagen stellen sie fest, ob das Wasser ordnungsgemäß gesäubert wird. Wenn es um den Schutz vor Seuchen geht, dienen sie in Gesundheitsämtern als Ansprechpartner.

Junge Frau reinigt den Teppich mit einem Teppichschaumreiniger

säubern Innenräume, Außenfassaden und Grünanlagen. Um das geeignete Reinigungsverfahren zu finden, beurteilen sie Oberflächen und deren Verschmutzung. Wusstest du, dass auch die Reinigung von Reinräumen zu ihrem Aufgabenbereich gehört?

Eine Frau stellt eine Rattenfalle auf.

schützen Menschen, Tiere, Gebäude und die Umwelt vor Schädlingen. Wenn es an einem Ort bereits davon wimmelt, begutachten sie den Befall und gehen dann dagegen vor. Übrigens kann es vorkommen, dass sie in Treibhäusern anstelle von Chemie Marienkäfer einsetzen: Die fressen nämlich Blattläuse.

Eine junge Frau sortiert gewaschene und getrocknete Wäsche, die auf einem Fließband transportiert wird.

waschen und reinigen Kleidungsstücke aller Art. Bevor sie Oberhemden, Anzüge oder Baumwolldecken behandeln, sortieren sie sie nach Gewebearten und Farben. Dabei beachten sie die Pflegehinweise: Wollwesten schleudern sie möglichst schonend, während in Krankenhäusern der Wäsche ein Desinfektionsmittel hinzugefügt wird.

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Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung machen, also im Betrieb und in der Berufsschule lernen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Schulische Ausbildungen werden zumeist nicht vergütet. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei Pflegeberufen.

Kosten und Finanzen

Für manche Ausbildungen können Gebühren anfallen, insbesondere an privaten Schulen. Öffentliche Schulen sind dagegen in der Regel gebührenfrei. Trotzdem können Kosten entstehen, zum Beispiel für Bücher. Auszubildende können finanzielle Unterstützung beantragen. Bei schulischen Ausbildungen ist BAföG möglich, bei betrieblichen Ausbildungen eine Berufsausbildungsbeihilfe.

Häufige und seltene Ausbildungen

Manche Ausbildungen werden recht häufig angeboten, andere sind dagegen eher selten. Wieder andere gibt es bevorzugt in bestimmten Regionen. Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du unter:

www.regional.planet-beruf.de
Es kann sich aber lohnen, wenn du regional flexibel bist! Wichtig ist, dass du dich für einen Beruf entscheidest, der deinen Stärken entspricht und dich interessiert.

http://berufsfeld-info.de/planet-beruf/hauswirtschaft-kosmetik-hygiene/sauberkeit-und-hygiene