Bogen­macher/in

Portrait eines jungen Manns.

Julian (21) wird Bogenmacher.

Den Holzbogen schnitze und hoble ich, nachdem ich ihn über Feuer gebogen habe. Ich bespanne ihn mit Pferdehaar und arbeite etwa Edelmetalle oder Muscheln in das Holz ein.

Bogenmacher/innen stellen Bögen für Streichinstrumente wie Violinen, Violen, Cellos oder Bässe in Handarbeit her. Sie prüfen die Klangqualität und reparieren auch gebrauchte und beschädigte Bögen.

Hochwertige Bögen lassen die Saiten von Streichinstrumenten in den schönsten Tönen erklingen. Die Bögen sollten daher ebenso sorgfältig gefertigt sein wie das Instrument selbst. Dafür sorgen Bogenmacher/innen. Zunächst übertragen sie die Maße der Werkzeichnung auf das Holz, aus dem die Bogenstange entstehen soll. Dann sägen, schnitzen und feilen sie das Holz zurecht. Zudem stellen sie die Bogenbeinchen und Bogenfrösche, das sind die Griffenden des Bogens, her und setzen sie auf die Stangen auf. Die Holzoberflächen beizen, ölen und lackieren sie.

Dann bespannen sie die Bögen – meist werden dafür Pferdehaare verwendet. Bogenmacher/innen sortieren die Haare, binden sie und ziehen sie ein. Zum Schluss prüfen sie die Klangqualität des fertigen Bogens. Hier ist ein ausgezeichnetes musikalisches Gehör gefragt. Sie kümmern sich auch um schadhafte Bögen und beraten Kunden in allen Fragen der Reparatur.

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/2674