IT-Adminis­tration und -Koordination

Kabel an einem Serverschrank
Portrait von Juliane Petrich.

Die Expertin

Juliane Petrich

ist Bereichsleiterin Bildungspolitik und Arbeitmarkt, BITKOM.

Hier erfährst du, was Ausbildungsbetriebe von ihren Azubis erwarten.

Verkabelung eines Servers

Technisches Verständnis

In der IT-Netzwerktechnik sitzt man nicht permanent vor der Tastatur, sondern hat auch mit Kabeln oder anderen Komponenten zu tun. Handwerkliches Geschick und zupacken zu können sind daher wichtig. Man muss auch mal den Rechner aufmachen und eine neue Netzwerkkarte installieren.

Kalender

Planen und organisieren

Beides ist in der Netzwerk- oder Systemverwaltung absolut notwendig. Serviceleistungen festlegen, Nutzungsrechte managen und Ressourcen bestmöglich nutzen, sind das A und O. Dabei müssen stets Termine eingehalten werden und Budgets im Blick bleiben. Denn von funktionierenden Netzwerken hängen immer mehr Arbeitsprozesse in einem Unternehmen ab.

Taschenrechner

Mathematikkenntnisse

Überall, wo es um Computerprogramme geht, handelt es sich auch um formal-logisches Denken. IT-Mitarbeiter sollten über ein gutes mathematisches Verständnis verfügen. Diese Grundkompetenz ist sogar wichtiger als erste Programmierkenntnisse.

englisches Wörterbuch

Englisch

Englisch ist wichtig, denn viele Dokumentationen sind nur noch in dieser Sprache geschrieben. Für ein kurzes Fachgespräch oder die Teilnahme an einem Online-Forum sollte das Englisch gut genug sein. Falls nicht, sollte man seine Sprachkenntnisse während der Ausbildung weiter verbessern.

IT-Fachliteratur im Bücherregal

Lernbereitschaft

Wer langfristig Erfolg haben will, muss eine hohe Lernbereitschaft mitbringen. Dies bedeutet, sich aktiv um Weiterbildungen zu bemühen und diese in Absprache mit den Fachvorgesetzten durchzuführen. Strukturierte Weiterbildung (Seminare, digitale Lernangebote) und Lernen am Arbeitsplatz zum Beispiel über Internetforen sind gleichermaßen wichtig.

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Frau überprüft Netzwerkverbindungen in einem Serverraum

Ein IT-System besteht aus Hardware, Software und verschiedenen elektronischen Geräten. Meist handelt es sich um mächtige Anwendungen, die in Netzwerken laufen, an die viele PCs angeschlossen sind. Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration beispielsweise richten solche komplexen Systeme ein, indem sie alle vorhandenen Komponenten aufeinander abstimmen. Sie müssen dabei systematisch vorgehen und exakt dokumentieren, welche Arbeiten durchgeführt wurden, um bei Störungen sofort zu wissen, wo sie eingreifen müssen.

Junger Mann arbeitet am Computer

In einem Betrieb kann viel Zeit und Geld gespart werden, wenn die Ausrüstung mit Hard- und Software genau dem Bedarf der jeweiligen Abteilungen entspricht. Informatikkaufleute analysieren die Aufgaben, die in einer Abteilung zu erledigen sind, und schlagen geeignete Hard- und Software vor. Sie wissen, welche Lösungen aus technischer Sicht infrage kommen, und können beurteilen, welche sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnen. Gespräche mit den Fachabteilungen gehören dazu, um zu verstehen, welche IT warum benötigt wird.

Frau zeigt auf ein Schaubild zur Serverarchitektur

Die beste Soft- und Hardware nützt wenig, wenn der Anwender oder die Anwenderin nicht mit ihr umzugehen weiß. Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration planen und installieren nicht nur IT-Systeme, sondern schulen auch die Nutzer/innen. So kann der Kunde oder die Kundin das neue System sofort optimal einsetzen. Kommunikationsfähigkeit und ein sicheres Auftreten sind gefragt. Du solltest erkennen, wenn es nach der Schulung noch offene Fragen gibt. Siehe auch den Bereich „IT-Kundenbetreuung“.

Mann beim Platine einbauen

Je größer der IT-Bereich eines Unternehmens ist, desto aufwendiger ist die Netzwerkpflege. Fachinformatiker/innen der Fachrichtung Systemintegration richten Netzwerke vor Ort ein und vernetzen Rechner mit Servern, Faxgeräten und Druckern. Zudem kümmern sie sich um Cloud-Computing-Anwendungen und sind für die Netzwerksicherheit verantwortlich. Zu den weiteren Aufgaben gehört es beispielsweise, neue Softwareversionen zu installieren. Du überprüfst regelmäßig die Leistungsfähigkeit, Schnelligkeit und Sicherheit des Netzwerks.

Mann zeichnet ein Schaubild auf einen Whiteboard

Durch ein IT-System werden meist geschäftliche Prozesse unterstützt. Bevor das System entwickelt wird, muss genau bestimmt werden, was es leisten soll. Hierzu sind Absprachen mit Kunden sowie Analysen des Umfelds nötig. Die Anforderungen an ein System, welches etwa Dokumente verwalten soll, beschreiben beispielsweise Assistenten/Assistentinnen für Wirtschaftsinformatik in einem Pflichtenheft – so wird ein ausgefeiltes Konzept im IT-Bereich genannt. Wenn du Dinge gern durchdenkst und ordnest, bist du hier richtig.

Mann arbeitet am Computer

Ständig kommen neue Hard- und Softwareprodukte auf den Markt, wie zum Beispiel schnellere Rechner oder Antivirensoftware. Das bedeutet, dass du immer auf dem aktuellen Stand sein solltest, wenn du für deine Firma oder für Kunden neue Produkte beschaffst. Dabei denkst du sowohl an die Kosten als auch an die Leistungsfähigkeit der einzelnen Elemente. Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen der Fachrichtung Informationsverarbeitung holen Angebote ein, prüfen diese und bestellen Geräte und Software.

Eine junge Frau überträgt den Entwurf einer Spielefigur mittels Graphictablet auf einen Computer.

programmieren digitale Medienprodukte in Werbeagenturen, bei Verlagen oder in der Filmwirtschaft. Neben ihren Aufgaben in der Programmierung sorgen sie in ihrem Unternehmen für einen reibungslosen Betrieb des Computersystems.

Ein junger Mann steht an einem offenen Netzwerkschrank mit einem Notebook in der Hand.

wissen, wie mittels IT-Lösungen Arbeitsabläufe verbessert werden. Sie wählen entsprechende Systemkomponenten aus, richten Server und Betriebssysteme ein und installieren Software. Sie sind auch für die Anbindung und Ausstattung der einzelnen PC-Arbeitsplätze zuständig.

Ein junger Mann sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet mit dem Computer

vernetzen Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen IT-Systemen. Sie planen Netzwerke für Kunden oder für das eigene Unternehmen. Sie richten Netzwerke ein, kümmern sich um den laufenden Betrieb und beseitigen Fehler.

junger Mann schraubt einen Rechner zusammen

beschaffen und verwalten IT-Systeme. Sie klären, welche Aufgaben IT-Systeme und Netzwerke erfüllen sollen und welches Budget zur Verfügung steht. Sie kaufen Hard- und Software ein und installieren diese. Sie übersetzen die Anforderungen der Fachabteilungen in die Sprache der Programmierer/innen.

Ein junger Mann sitz an einem Schreibtisch und berät Kunden am Telefon

beraten Kunden in IT-Fragen. Sie ermitteln den individuellen IT-Bedarf und bieten passende Systeme an. Sie erstellen Angebote und schließen Verträge ab. Auch sorgen sie dafür, dass das gekaufte System reibungslos funktioniert, und stehen nach der Inbetriebnahme als Ansprechpartner zur Verfügung.

Ein junger Mann erstellt an einem Computer eine Tabellen-Kalkulation.

kennen sich mit Computern und Betriebswirtschaft aus. Sie analysieren die Anforderungen, die an ein EDV-System gestellt werden, und schlagen Lösungen bei technischen Problemen vor. Auch bei der Dokumentation von betrieblichen Abläufen wirken sie mit.

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Ausbildungsvergütung

Auszubildende, die eine duale Ausbildung machen, also im Betrieb und in der Berufsschule lernen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Schulische Ausbildungen werden zumeist nicht vergütet. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei Pflegeberufen.

Kosten und Finanzen

Für manche Ausbildungen können Gebühren anfallen, insbesondere an privaten Schulen. Öffentliche Schulen sind dagegen in der Regel gebührenfrei. Trotzdem können Kosten entstehen, zum Beispiel für Bücher. Auszubildende können finanzielle Unterstützung beantragen. Bei schulischen Ausbildungen ist BAföG möglich, bei betrieblichen Ausbildungen eine Berufsausbildungsbeihilfe.

Häufige und seltene Ausbildungen

Manche Ausbildungen werden recht häufig angeboten, andere sind dagegen eher selten. Wieder andere gibt es bevorzugt in bestimmten Regionen. Ausbildungsplätze in deiner Nähe findest du unter:

www.regional.planet-beruf.de
Es kann sich aber lohnen, wenn du regional flexibel bist! Wichtig ist, dass du dich für einen Beruf entscheidest, der deinen Stärken entspricht und dich interessiert.

http://berufsfeld-info.de/planet-beruf/computer-informatik/it-administration-koordination