Zupf­instrumenten­macher/in

Portrait eines jungen Manns.

Kevin (23) wird Zupf­instrumentenmacher.

Von der Holzauswahl über das Aussägen und Leimen bis hin zum Lackieren: Es gibt viele Details, die ich beim Bau einer Gitarre zu beachten habe. Am Ende stimme ich die Saiten.

Ob rockiges Gitarrensolo oder verträumte Harfenklänge: Hierfür waren Zupfinstrumentenmacher/innen am Werk. Sie stellen Saiteninstrumente wie Gitarren, Zithern, Mandolinen, Banjos oder Harfen her – je nachdem, ob sie sich für die Fachrichtung Gitarrenbau oder Harfenbau entschieden haben.

Eine akustische Gitarre zum Beispiel fertigen Zupfinstrumentenmacher/innen aus verschiedenen sogenannten Resonanzhölzern wie Fichte, Bergahorn oder Ebenholz. Mit der Hand oder maschinell sägen, hobeln, schleifen und schnitzen sie das Holz und fertigen daraus Decke, Boden und Seitenwände für den Resonanzkörper. Mithilfe von Schnitzmesser, Feile und Sandpapier formen sie den Hals und das Griffbrett. Beim Bau von E-Gitarren bringen sie die elektrischen Teile, etwa den Tonabnehmer, an. Das Holz behandeln sie mit einem speziellen Lack. Sie verleimen den Steg und bringen Griffbrett, Saitenhalterknöpfchen, Saitenhalter und Wirbel an. Am Ende ziehen sie die Saiten auf.

Zuletzt stimmen sie das Instrument. Dazu benötigen sie ein gutes Gehör und musikalische Kenntnisse. Und wenn der Rahmen der Harfe eine Delle hat oder die Elektrik der E-Gitarre nicht mehr funktioniert? Auch die Reparatur gehört zu den Aufgaben der Zupfinstrumentenmacher/innen.

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