Textil­gestalter/in im Hand­werk

Portrait einer jungen Frau am Webstuhl.

Shenja (23) wird Textilgestalterin im Handwerk der Fachrichtung Weben.

Bevor ich etwa eine Tischdecke herstelle, berechne ich, wie viel Garn ich in welcher Farbe benötige. Dann zeichne ich das Muster auf, bereite den Webstuhl vor und beginne zu weben.

Ob Stickereien, Strickwaren, Gewebe, Klöppelspitzen, Filze oder Posamenten – Textilgestalter/innen im Handwerk sind Fachleute für die Herstellung ganz unterschiedlicher textiler Erzeugnisse. Sie entwickeln auch eigene Entwürfe und gehen mit viel Kreativität an die Arbeit.

Im Handwerk tätige Textilgestalter/innen verarbeiten zum Beispiel Garne, Baumwolle und Seide. Beim Filzen und beim Weben fertigen sie kunstvolle Textilien oder Kleidungsstücke. Mit Stickereien verzieren sie etwa Messgewänder. Strickwaren, also beispielsweise Mützen oder Accessoires für die Raumgestaltung, stellen Textilgestalter/innen im Handwerk oft als Einzelstücke her. Die alte Handwerkstechnik des Posamentierens wird bei der Produktion von Kordeln oder Flechtwerk angewandt, während das Klöppeln bei der Herstellung der begehrten Spitze zum Einsatz kommt, zum Beispiel für Brautkleider.

Gemeinsam ist allen Textilgestaltern und Textilgestalterinnen im Handwerk, dass sie mit viel Geduld, Konzentration, Kreativität und Fantasie an die Arbeit gehen. Die Entwürfe entwickeln sie entweder selbst oder sie setzen die Ideen ihrer Kunden und Kundinnen um. Technische Hilfsmittel sind Webstühle, Klöppel-, Strick- und Stickmaschinen. Zum Beruf gehört auch das Präsentieren und Verkaufen ihrer Erzeugnisse.

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