Silber­schmied/in

Portrait eines jungen Manns.

Tolga (23) wird Silber­schmied.

Zuerst fertige ich ein Modell aus Papier. Das Metall bringe ich mit dem Hammer auf einem Amboss in Form. Damit es nicht rissig wird, glühe ich es mehrmals aus.

Kelche, Schalen oder Besteck: Silberschmiede/-schmiedinnen fertigen Dekoratives und Nützliches aus Silber und anderen Metallen.

Am Anfang erhitzen Silberschmiede/-schmiedinnen das Silberblech und schneiden es mit einer Schere zu. Nach Modellen oder eigenen Entwürfen bringen sie es mit Hämmern und speziellen Stahlstiften, sogenannten Punzen, in Form. Von der Blechmitte aus ziehen sie die Ränder auf. Hunderte kleine, präzise Schläge sind notwendig, um etwa einen Becher zu formen. Auch mit Lötkolben, Schleif- und Poliergeräten rücken Silberschmiede/-schmiedinnen dem Werkstoff zu Leibe. Sie verzieren und polieren die fertigen Gegenstände und befestigen beispielsweise Deckel mit Scharnieren.

Silberschmiede/-schmiedinnen bearbeiten auch Metalle wie Kupfer oder Messing, die sie häufig nachträglich versilbern. Dabei arbeiten sie mit Chemikalien – ebenso wie beim Vergolden im galvanischen Bad. Wenn sie sich auf das Emaillieren spezialisiert haben, überziehen sie das Metall mit einem glasartigen Farbüberzug, der gebrannt wird. Mitunter restaurieren sie auch historische Stücke.

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3,5 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/13655