Seiler/in

Portrait eines jungen Manns.

Tiemo (22) wird Seiler.

Damit ein Seil belastbar wird, flechte ich es aus einzelnen Strängen zusammen. Das Seilende umwickle ich fest mit Garn, damit es sich nicht aufdreht.

Drahtige Seile für den Aufzug, feine für die Mikrochirurgie und dicke fürs Schiff: Seile verwendet man überall. Mithilfe computergesteuerter Maschinen stellen Seiler/innen Seile und Taue aller Art her.

Dabei verarbeiten sie sowohl Naturfasern wie Hanf als auch Chemiefasern für Kunststoffseile oder Metall für Drahtseile. An Seilschlagmaschinen fertigen sie zunächst die sogenannten Litzen, indem sie Draht- oder Garnbündel in eine Richtung miteinander verdrehen. Aus mehreren dieser Litzen entsteht nach und nach das fertige Seil.

Stellen Seiler/innen zum Beispiel Drahtseile für eine Seilbahn her, verflechten sie die Seilenden miteinander und prüfen anschließend die Zugkraft. Oder sie versehen Seile zur Schwerlastsicherung mit Schlingen oder Schlaufen. Schiffstaue versehen sie mit Ösen. Auch zu Netzen verflechten sie die Seile. Schließlich machen sie die Seile verkaufsfertig, bringen sie auf die gewünschte Länge und wickeln sie auf Seiltrommeln. Seiler achten auch darauf, alle Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Deshalb kontrollieren sie, ob die Seile reißfest, belastbar und elastisch sind.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/3045