Orthoptist/in

Portrait einer jungen Frau.

Janine (19) wird Orthoptistin.

Wenn ein Patient schielt, vermesse ich zunächst die Augen. Dafür verwende ich zum Beispiel ein spezielles Prisma, mit dem ich den Winkel der Fehlstellung ermittle.

Geht es ums Auge, sind Orthoptisten/Orthoptistinnen gefragt. Sie unterstützen Augenärzte/-ärztinnen dabei, Sehstörungen von Patienten jeden Alters zu behandeln.

Ob Schielerkrankungen, Augenzittern oder Früherkennung von Sehschwächen: Zu Beginn der Behandlung sprechen sie mit den Patienten. Seit wann liegt die Sehstörung vor? Gab es in der Familie bereits ähnliche Fälle?

Dann testen sie mit optischen Geräten die Sehschärfe, den Farbsinn und das Kontrastsehen. Für jeden Patienten entwickeln sie einen individuellen Therapieplan. Bei vielen Sehschwächen wenden Orthoptisten/Orthoptistinnen die Okklusionstherapie an. Beispielsweise bei Kindern, denen sie das besser sehende Auge mit einem Pflaster abdecken, um das schwächer sehende anzuregen. Bei Schielerkrankungen untersuchen sie den Parallelstand der Augenachsen und messen den Schielwinkel mithilfe von Prismen. Auch ältere Menschen, deren Sehvermögen zum Beispiel nach einem Schlaganfall eingeschränkt ist, gehören zu ihren Patienten.

Bei alldem stehen sie in engem Kontakt mit Augenärzten und besprechen mit ihnen die Behandlungsmethoden. Auch die Fortschritte überprüfen sie.

Info

Art der Ausbildung:

schulisch

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/8769