Orthopädie­schuh­macher/in

junger Mann in der Werkstatt

Tomas (21) wird Orthopädie­schuhmacher.

Ich vermesse Problemfüße und stelle für diese genau angepasste Schuhe her – vom Fußbett über den Schaft bis hin zur Sohle. Geht’s den Kunden besser, habe ich gut gearbeitet.

Nicht nur durch Gesundheitseinlagen verschaffen Orthopädieschuhmacher/innen geplagten Füßen Linderung. Sie stellen nach ärztlicher Anweisung und Kundenwünschen auch maßgefertigte Spezialschuhe für Patienten mit Fußschäden her.

Orthopädieschuhmacher/innen sind nicht nur geschickte Handwerker, die die Schuhmacherei beherrschen. Sie kennen sich auch mit dem menschlichen Körperbau aus und verfügen über medizinisches Fachwissen. Nach Absprache mit Ärzten und Ärztinnen passen sie den Kunden spezielle Maßschuhe und Einlagen an, die Fehlstellungen ausgleichen.

Um den passenden Schuh fertigen zu können, stellen sie anhand eines Fußabdrucks die Belastungspunkte fest. Mit elektronischen Mess- und Diagnosegeräten analysieren sie Bewegungsabläufe. Aus Gipsabformungen fertigen sie ein Kunststoffmodell, das dem Fuß nachgebildet ist. Sitzt der Schuhrohling, wählen sie Materialien wie Leder, Textilien und Gummi aus, die sie zuschneiden. Dann nähen sie die Einzelteile zusammen und bringen Sohlen und Absätze an. Bei der Gestaltung richten sich Orthopädieschuhmacher/innen auch nach den modischen Wünschen ihrer Kunden und Kundinnen. Gebrauchte Schuhe reparieren sie.

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3,5 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/3497