Orgel- und Harmonium­bauer/in

Portrait eines jungen Manns.

Martin (23) wird Orgel- und Harmoniumbauer der Fachrichtung Orgelbau.

Orgeln sind faszinierende Instrumente. Ich repariere sie, indem ich Luftbälge aus Leder flicke, gebrochenes Holz im Tragwerk ersetze oder elektrische Kontakte löte.

Wer kann sich einen feierlichen Gottesdienst im Dom ohne die erhabenen Klänge einer Orgel vorstellen? Um die Zuhörer in den Bann zu ziehen, braucht es neben guten Organisten zunächst Orgelbauer/innen, die dieses gewaltige Instrument herstellen oder reparieren.

Das Herz einer Orgel ist die Windlade. In diesem Holzkasten sorgen Ventile dafür, dass den Orgelpfeifen Druckluft zugeführt wird. Den Kasten fertigen Orgelbauer/innen ganz aus Holz, ebenso die Tastatur für die Pedalklaviatur. Sie arbeiten handwerklich, etwa mit Säge und Feile, aber auch an größeren Maschinen.

Die Pfeifen stellen Orgelbauer/innen aus Holz, Metallen wie Kupfer und Blei oder Metalllegierungen her. Für Metallpfeifen gießen sie zunächst Platten aus Metall, die sie anschließend mit einer Maschine auf die gewünschte Dicke hobeln. Daraus schneiden sie die Pfeifenkörper, die sie mit Klopfhölzern oder Walzen in eine runde Form bringen.Anschließend löten sie die Pfeifenteile zusammen. Wenn alle Einzelteile fertig sind, setzen Orgelbauer/innen das Instrument zusammen und überprüfen den Klang. Aber erst am Bestimmungsort wird die Orgel endgültig gestimmt und klanglich an die akustischen Gegebenheiten des Raumes angepasst.

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