Hand­zug­instrumenten­macher/in

junger Mann mit einer Ziehharmonika

Sebastian (18) wird Handzuginstrumentenmacher.

Ziehharmonikas sind meine Leidenschaft. Es ist toll, sie zu bauen oder zu reparieren. Am besten gefällt mir die Endkontrolle: Ich überprüfe alle Töne, indem ich sie anspiele.

Handzuginstrumentenmacher/innen wissen, wie man Akkordeons zum Klingen bringt. Diese Instrumente haben einen Balg aus Leder und Holz, den man zudrückt und wieder aufzieht. Dadurch entsteht ein Luftstrom, der die Musik erzeugt.

Ein Akkordeon besteht aus etlichen Materialien und Einzelteilen – allein schon die vielen Knöpfe und Tasten! Klar, dass Handzuginstrumentenmacher/innen für den Bau eine Zeichnung benötigen. Mit Bohr- oder Schleifmaschinen bearbeiten sie das Holz für den Kasten. Dann setzen sie Tastatur und Luftdurchgänge in das Gehäuse ein, nieten Stimmzungen auf Stimmplatten und montieren die Bassmechanik. Anschließend befestigen sie die Knöpfe und Tasten. Ist der Balg an der Reihe, falten, heften und verleimen sie Pappe, Stoff und Leder.

Als letzten Schritt prüfen sie das Instrument auf Luftdichtheit und stimmen es. Dabei kommt es neben dem Umgang mit dem Stimmgerät vor allem auf ein gutes Gehör an. Damit die Instrumente nicht nur schön klingen, sondern auch gut aussehen, beizen oder lackieren Handzuginstrumentenmacher/innen die Holzoberflächen und versehen sie mit Ornamenten. Schließlich bringen sie noch den Tragriemen an.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/2694