Glas­macher/in

junge Frau  formt ein Glas.

Louise (18) wird Glas­macherin.

Rund 1.200 Grad heiß ist der Ofen, in dem ich das Glas erhitze. Wenn es flüssig ist, drehe ich es auf die Glasmacherpfeife auf. Indem ich hineinblase, bringe ich das Glas in Form.

Ob Sektglas, Weinkaraffe oder Bodenvase – Glasmacher/innen können viele Produkte herstellen. Je nachdem, ob sie eher handwerklich oder in der Industrie arbeiten, ist die Arbeit sehr unterschiedlich.

In traditionellen Glashütten arbeiten Glasmacher/innen direkt vor dem heißen Schmelzofen. Mit der Glasmacherpfeife, einem etwa zwei Meter langen Rohr, entnehmen sie das flüssige, mehrere Hundert Grad heiße Glas einer Wanne. Auf feuchtem Holz formen sie daraus eine Glaskugel am Ende der Pfeife, die sie in eine Hohlform aus Holz, Grafit oder Eisen einblasen. Beim Abkühlen erstarrt das Glas und nimmt die vorbestimmte Form an. Das fertige Glasteil versehen sie anschließend mit Stiel oder Henkel: Sie setzen dazu einen Klecks aus flüssigem Glas auf, ziehen ihn auf die gewünschte Länge oder drücken ihn in Form.

Wenn Glasmacher/innen in Industriebetrieben arbeiten, bedienen sie oftmals automatische, computergesteuerte Anlagen. Sie richten die Maschinen ein, überwachen die Produktion und prüfen sorgfältig die Qualität der Glasprodukte.

Auch interessant

Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/1048