Geigen­bauer/in

Portrait einer jungen Frau.

Iris (22) wird Geigenbauerin.

Ich arbeite mit Ahorn-, Fichten- und Ebenholz. Um eine Geige zu bauen, nutze ich Werkzeuge wie Hohleisen und Fingerhobel. Jeder Handgriff beeinflusst den späteren Klang.

Amati und Stradivari heißen die wohl bekanntesten Geigen – ihren Namen haben sie von den Künstlern, die sie gebaut haben. Auch heute ist es noch eine Kunst, eine gute Geige zu fertigen.

Geigenbauer/innen machen nicht nur Geigen, sondern stellen auch größere Streichinstrumente wie Bratsche, Cello und Kontrabass her. Für den Bau eines Instruments verwenden sie je nach Bauteil unterschiedliche Hölzer. Für Boden und Decke spalten sie eine massive Holzplatte horizontal, damit die Maserung auf beiden Seiten symme­trisch ist. Mit Werkzeugen wie Hohlmesser und Wölbungshobel arbeiten sie die Wölbung heraus. Dann verleimen sie die Seitenwand.

Besonders sorgfältig gestalten sie die Öffnungen in der Decke, die F-Löcher, weil sie sehr wichtig für den Klang sind. Wenn der Korpus fertig ist, leimen Geigenbauer/innen den Hals mit der Schnecke ein. Auf den Körper tragen sie mehrere Lackschichten auf. Nun geht es an die Besaitung. Sie passen die Wirbel ein, um welche die Saitenenden gewickelt werden. Schließlich leimen sie den Steg auf die Deckenrundung und ziehen die Saiten auf. Zuletzt stimmen sie das Instrument, damit der Klang hält, was das Äußere verspricht.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/2673