Flechtwerk­gestalter/in

Portrait einer jungen Frau.

Theres (17) wird Flechtwerk­gestalterin.

Besonders gern flechte ich mit Weide. Damit Körbe stabil werden, klopfe ich mit dem Schlageisen in die Zwischenräume und bringe den Korb anschließend in Form.

Möbel, Körbe und andere Objekte aus geflochtenen Materialien sind wieder in Mode, egal ob aus Rattan, Peddigrohr oder Weide. Und weil das Flechten noch echte Handarbeit ist, produzieren Flechtwerkgestalter/innen nur Einzelstücke.

Bevor sie mit dem Flechten beginnen, sprechen sie mit dem Kunden über dessen Vorstellungen und Wünsche. Dann wählen sie das Material aus: Rattan für ein Bettgestell oder Binsen für ein Stuhlgeflecht. Anschließend entwerfen die Flechtwerkgestalter/innen ein individuelles Design für das neue Stück. Ihre Skizzen fertigen sie per Hand oder am Computer an. Auch die Maße berechnen sie exakt.

Im nächsten Schritt bearbeiten sie das Flechtmaterial. Weidenschösslinge ziehen sie beispielsweise durch eine elastische Zange, damit sich die Rinde löst. Sie trocknen die geschälten Ruten an Luft und Sonne, spalten sie und glätten sie mit dem Korbmacherhobel.

Nun beginnt die eigentliche Flechtarbeit. Mit viel Geschick flechten Flechtwerkgestalter/innen die Ruten in ein Möbelgestell ein oder bilden den Korbboden aus. Je nach Gegenstand und Material wenden sie unterschiedliche Flechttechniken an. Ist das Objekt fertig, bringen sie fehlende Einzelteile, beispielsweise Griffe an, bevor sie es mit Farbe, Wachs oder Lack behandeln.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/50909