Bürsten- und Pinselmacher/in

Bürsten- und Pinselmacher/innen werden in Deutschland nur noch sehr selten ausgebildet.

Vom breiten Maler- bis zum zarten Aquarellpinsel, von der Haarbürste bis zum Straßenbesen reicht die Palette an Produkten, die Bürsten- und Pinselmacher/innen aus Tierhaaren, Pflanzen- oder Kunstfasern herstellen.

Die feinen Haare von Marder und Dachs verwenden sie für Aquarellpinsel, die Borsten von Schwein und Rind für Bürsten und Industriepinsel. Vor der Verarbeitung reinigen sie die Haare, trocknen sie in einer Maschine und schneiden sie zurecht. Anschließend sortieren, kämmen und bündeln sie sie. Wenn sie Fasern aus Synthetik oder Nylon verwenden, färben und trocknen Bürsten- und Pinselmacher/innen sie vor der Verarbeitung.

Für Pinsel binden sie die einzelnen Haarbüschel mit einem Faden zusammen. Geschickt formen sie diese zu einer Spitze und verknoten sie. Dann feuchten sie die Haare an, stecken sie in eine Metallbüchse und verkleben Büchse und Haare zum Pinselkopf. Dieser wird mit einem Holzstiel versehen – fertig ist der Pinsel.

Für Bürsten und Besen wählen Bürstenmacher/innen das passende Holz aus und bohren Löcher hinein. Dann befestigen sie die Borsten entweder manuell mit Draht oder maschinell mit Stanz- und Stopfautomaten am Bürstenkörper.

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