Brenner/in

Portrait eines jungen Manns.

Maurice (20) wird Brenner.

Ich überwache die Einmaischung und Fermentation der Getreidemaische und kontrolliere die Anlagen, etwa die Destillations-, Dampfkessel- und Kühlanlagen. Um die Qualität zu prüfen, entnehme ich diverse Proben.

Bis aus Kirschen, Birnen oder Zwetschgen ein „Obstler“ und aus Kartoffeln oder Getreide ein „Feinbrand“ wird, sind viele Arbeitsschritte nötig. Und Brenner/innen wie Maurice müssen hierfür zahlreiche Anlagen bedienen.

Sie zerkleinern das angelieferte Obst, das Getreide oder die Kartoffeln zu sogenannter Maische, die sie in luftdicht abgeschlossene Gärbehälter füllen. Dann geben sie Enzyme und Hefen dazu, um Stärke in Zucker und anschließend in Alkohol zu verwandeln. In den ein bis drei Tagen, in denen die Maische fermentiert, überwachen sie den Gärvorgang.

Dann beginnt das Brennen. Brenner/innen leiten die vergorene Maische in den Kessel und erhitzen sie schonend. Dadurch verdampft der enthaltene Alkohol. Die hochprozentigen Alkoholdämpfe leiten sie in einen Kühler, wo der Alkohol wieder flüssig wird, also kondensiert. Hochprozentiger Brand ist entstanden – der sogenannte Rohbrand.

Durch weiteres Erhitzen stellen Brenner/innen daraus den Feinbrand her, der nun mehrere Monate reift. Während des gesamten Prozesses bedienen und überwachen sie die Maische- und Destillierapparate sowie Abfülleinrichtungen und Messgeräte, die sie auch regelmäßig reinigen.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/3813