Böttcher/in

Portrait eines jungen Manns.

Samuel (16) wird Böttcher.

Zuerst messe ich das Holz ab und schneide es zu. Die Fassdauben bearbeite ich so, dass sie zusammenpassen. Unter Wasserdampf mache ich sie biegsam, forme das Fass und feuere es aus.

Das Handwerk der Böttcher/innen ist alt – doch ihre Produkte sind nach wie vor gefragt: Das schwere Fass aus Eichenholz gibt dem Rotwein seine besondere Note. Und auf dem Grillfest freuen sich die Gäste über ein kühles Bier aus dem Holzfass.

Böttcher/innen wie Samuel Feser bauen und reparieren Holzbehälter, zum Beispiel Fässer, Bottiche und Eimer. Je nach späterem Verwendungszweck suchen sie die Hölzer aus, beschaffen Zubehörteile wie Ventile oder Hähne und setzen die Kundenwünsche in Skizzen um.

Wenn sie ein Fass bauen, messen sie die Holzteile, sogenannte Dauben, für die Fasswand aus, schneiden sie zu und fügen sie zu einem Zylinder zusammen. Dann erhitzen sie die Dauben über starkem Holzfeuer und befeuchten gleichzeitig deren Außenseiten, damit sie sich biegen lassen und das Fass seine bauchige Form bekommt. Sie benötigen handwerkliches Geschick, um die Wände glatt zu hobeln oder Zapflöcher zu bohren. Mit einer Setzmaschine legen sie Fassreifen aus Eisen oder Stahl um die Wand. Die Innenseite der Fässer beschichten sie mit Wachs, Pech oder Kunststoff, um sie abzudichten. Nötigenfalls lackieren sie auch die Außenseiten.

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Info

Art der Ausbildung:

betrieblich (dual)

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre

Weitere Infos zu diesem Beruf findest du im BERUFENET:

http://bfi.plus/4539