Boots­bauer/in

Portrait eines jungen Manns.

Stefan (19) wird Boots­bauer der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau.

Holz, Metall und Kunststoff – ich arbeite mit verschiedenen Materialien. Zuerst laminieren meine Kollegen und ich den Rumpf und das Deck und setzen dabei Glasfaserkunststoff ein, dann kümmern wir uns um den Innenausbau.

Bootsbauer/innen wie Stefan wissen, wie man ein Ruderboot, eine Segeljacht, aber auch kleinere Fischkutter herstellt. Außerdem kümmern sie sich um den Einbau und die Wartung der Technik an Bord. Arbeit finden sie auf einer Werft oder in Docks.

Rumpfverkleidungen, Masten, Ruderblatt – so ein Boot besteht aus vielen Teilen. Bootsbauer/innen fertigen die Einzelteile nach Bauplänen und erstellen Konstruktionsskizzen. Sie sägen und schleifen Holz und Metallteile und kleben, dübeln oder schrauben sie zum Bootskörper zusammen. Beim Bau des Rumpfes ist Teamarbeit gefragt, da die Planken oft sehr schwer sind. Soll das Boot aus Kunststoff sein, fertigen sie eine Negativform an, die dem Bootsrumpf entspricht, und gießen die Form mit flüssigem Kunststoff aus. Bei größeren Booten fertigen sie auch das Deck und die Kajütenaufbauten.

Darüber hinaus statten Bootsbauer/innen Boote auch mit der nötigen Technik aus, vom Motor über die Ankerwinde bis hin zur Heizungsanlage. Sie verlegen Kabel, löten, schweißen und ölen die Maschinenteile. Übrigens: Bootsbauer/innen arbeiten nicht nur in der Herstellung, sondern warten und reparieren auch Boote und Jachten oder machen Umbauten nach Kundenwunsch.

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