Fahrzeug-, Verkehrs und Luftfahrt­technik

Wichtig in diesem Bereich

  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • logisches Denken

Die Berufe rund um Fahrzeug-, Verkehrs- und Luftfahrttechnik sind von technischen Arbeitsprozessen und Innovationen geprägt. Als Profi in diesem Bereich haben Sie entscheidenden Anteil daran, Mobilität zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.

Millionen Menschen pendeln täglich mit dem eigenen Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit. Flug- und Schiffsreisen ermöglichen uns Urlaub in Ländern rund um den Globus. Dank solcher Verkehrsmittel lässt sich Mobilität für die breite Masse verwirklichen. Als Fachkraft für Fahrzeug-, Verkehrs- und Luftfahrttechnik leisten Sie einen wichtigen Beitrag für eine mobile Welt.

Millionen Menschen pendeln täglich mit dem eigenen Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit. Flug- und Schiffsreisen ermöglichen uns Urlaub in Ländern rund um den Globus. Dank solcher Verkehrsmittel lässt sich Mobilität für die breite Masse verwirklichen. Als Fachkraft für Fahrzeug-, Verkehrs- und Luftfahrttechnik leisten Sie einen wichtigen Beitrag für eine mobile Welt.

Mit dem Steckschlüssel

Müssen beispielsweise Kraftfahrzeuge repariert werden, dann ist nach wie vor Handarbeit gefragt. Wenn Sie als Fachkraft in diesem Bereich tätig sind, zeigen Sie viel Geschick im Umgang mit verschiedenen Arbeitsgeräten – egal ob mit einem einfachen Schraubenschlüssel oder herstellerspezifischen Spezialwerkzeugen. Bei Ein- und Ausbau von Teilen arbeiten Sie sehr genau, selbst wenn die Komponenten schwer zugänglich sind oder Sie bei korrodierten Schrauben viel Kraft einsetzen müssen. Nicht nur im Kfz-Bereich, sondern auch bei der Herstellung oder Reparatur anderer Verkehrsmittel ist ein routinierter Einsatz von Werkzeugen gefordert.

Komplexe Technik

Fahrzeugtechnik wird immer komplexer, der Anteil an moderner Technik und Elektronik nimmt permanent zu. Als Fachkraft überblicken Sie das Zusammenspiel einzelner Antriebs- und Assistenzsysteme und wissen, wo Sie bei einer Fehlfunktion ansetzen müssen. Arbeiten Sie im Bereich der Wartung und Reparatur, dann können Sie mit rechnergestützten Diagnosesystemen umgehen. Sind Sie in der Produktion oder Entwicklung beschäftigt, dann bedienen Sie teilautomatisierte Anlagen beziehungsweise nutzen verschiedene Computerprogramme für die Konstruktion von Teilen. Ihr Interesse für moderne Verkehrstechnik bewegt Sie dazu, sich regelmäßig auf diesem Gebiet fortzubilden.

Plan umsetzen

Bei der Behebung von Fehlern in der Elektronik oder bei der Konstruktion von Bauteilen müssen genaue Vorgaben beachtet werden. Als Fachkraft sind Sie es beispielsweise gewohnt, mit Schaltplänen zu arbeiten, um ein möglicherweise defektes Kabel zu finden oder nach defekten Widerständen oder Drähten zu suchen. Auch der Umgang mit technischen Zeichnungen bei der Installation von Bauteilen ist für Sie Routine. Sie erkennen selbst bei komplizierten Darstellungen genau, wo welches Teil verbaut werden muss beziehungsweise wie die einzelnen Verschaltungen erfolgen müssen.

Ursache finden

Ein Flugzeug muss Tausende Betriebsstunden bei konstant hoher Geschwindigkeit durchstehen. Wenn Sie die entsprechenden Maschinen warten, tragen Sie einen wichtigen Teil dazu bei. Dabei gilt es, stets mit großer Sorgfalt und anhand von Checklisten vorzugehen. Da die einzelnen Systeme vielfach mit anderen verbunden sind, gilt es, bei Fehlfunktionen sowohl Zusammenhänge als auch die Einzelsysteme vor Augen zu haben. Der jeweilige Fehler muss genau analysiert, die Umstände und Auswirkungen müssen festgehalten werden. Aufgrund dieser Analyse lassen sich Rückschlüsse auf die jeweilige Ursache ziehen und entsprechende Vorkehrungen treffen.

Portrait einer Frau.

Cornelia von Ammon

Dieser Industriezweig ist eine Wachstumsbranche, die viele Schlüsseltechnologien bündelt.

Interview mit Cornelia von Ammon, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim BDLI Bundes­verband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V., Berlin

Frau von Ammon, wie sieht die Situation für Einsteiger in die Luft- und Raumfahrtindustrie aus?
Cornelia von Ammon: Dieser Industriezweig ist eine Wachstumsbranche, die überdurchschnittlich viele Schlüsseltechnologien bündelt. Diese Branche hat sich zu einem starken Job- und Wirtschaftsmotor für Deutschland entwickelt, geprägt von hoch qualifizierten Ingenieuren und Fachkräften. Alleine im Raumfahrtsegment verfügen 75 Prozent der Beschäftigten über einen Hochschulabschluss.

Der steile Beschäftigungsanstieg der letzten Jahre wird etwas abflachen, denn sowohl für die zivile als auch für die militärische Luftfahrtindustrie stehen neue, umfangreiche Entwicklungsprogramme, vergleichbar mit der A380, der A350 oder der A400M in naher Zukunft nicht an. Die Fähigkeit, neue Technologien zu entwickeln, muss unserer Branche erhalten bleiben. Von strategischer Bedeutung ist, Zukunftstechnologien für die nächste Generation von Flugzeugen zu entwickeln ebenso wie für Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme.

Für bestehende Programme und deren Erweiterung stellt die Suche nach geeigneten Nachwuchskräften und deren Aus- und Weiterbildung einen wichtigen Aspekt dar.

Welche Anforderungen sollten die Nachwuchskräfte erfüllen?
Cornelia von Ammon: Jeder Bewerber sollte eine Begeisterung für Produkte und Technologien der Luft- und Raumfahrtindustrie mitbringen. Neben einer guten fachlichen Ausbildung sind sprachliche Fähigkeiten entscheidend. Vor dem Hintergrund komplexer multinationaler Projekte ist eine international ausgerichtete Denkweise wichtig. Es sollte ein Interesse daran bestehen, als Teamplayer mit Kollegen verschiedenster Nationalitäten, auch im Ausland, zu arbeiten.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. So können beispielsweise Kraftfahrzeugmechatroniker/innen nach erfolgreich abgelegter Meisterprüfung eine eigene Werkstatt gründen. Auch in zulassungsfreien Berufen ist eine Meisterweiterbildung sinnvoll, um sich neben fachlichen auch wertvolle kaufmännische Kenntnisse anzueignen. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/technik-technologiefelder-2/l4-fahrzeug-verkehrs-lufttechnik-2