Ver- und Entsorgung

Wichtig in diesem Bereich

  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • analytisches Denken
  • Beobachtungsgenauigkeit

Ohne Energie und Wasser, ohne eine funktionierende Müllentsorgung und eine Klärung des Abwassers würde eine moderne Gesellschaft nicht funktionieren. Fachkräfte in der Ver- und Entsorgung kümmern sich darum.

Das Leitungswasser in Deutschland gehört zu den gesündesten, keimfreisten Lebensmitteln, die man finden kann. Unsere Energieversorgung ist sicher. Unser Mülltrennungs- und Müllverwertungssystem findet, auch bedingt durch die zunehmende Verknappung von fossilen Energieträgern, mittlerweile Nachahmer auf der ganzen Welt. Als Fachkraft in der Ver- und Entsorgung haben Sie Anteil an dieser Erfolgsgeschichte.

Das Leitungswasser in Deutschland gehört zu den gesündesten, keimfreisten Lebensmitteln, die man finden kann. Unsere Energieversorgung ist sicher. Unser Mülltrennungs- und Müllverwertungssystem findet, auch bedingt durch die zunehmende Verknappung von fossilen Energieträgern, mittlerweile Nachahmer auf der ganzen Welt. Als Fachkraft in der Ver- und Entsorgung haben Sie Anteil an dieser Erfolgsgeschichte.

Ran an das Werkzeug

Sie übernehmen die unterschiedlichsten handwerklichen Aufgaben. Arbeiten Sie beispielsweise im Rohr- oder Kanalbau beziehungsweise in der Reparatur und Instandhaltung von Leitungssystemen, gehen Sie routiniert mit den benötigten Werkzeugen um – mit den klassischen wie Hammer, Schraubenzieher und Rohrzange, aber auch mit komplexeren, die beispielsweise für das Ein- und Ausbauen von Anlagenteilen benötigt werden. Je nach konkretem Aufgabenfeld greifen Sie auch zum Schweißgerät, um beispielsweise undichte Stellen zu schließen. Für die Erfüllung Ihrer Aufgaben sind Sie häufig unter der Erde tätig, etwa in Kanalsystemen oder Brunnenanlagen. Körperliche Anstrengung macht Ihnen wenig aus, ebenso haben Sie kein Problem damit, sich die Hände schmutzig zu machen – das gehört nun mal zum Job.

Überall Technik

Ohne Technik geht in vielen Bereichen der Ver- und Entsorgung nichts mehr. Arbeiten Sie zum Beispiel in einer Kläranlage, dann fallen möglicherweise die Wartungs- und Installationsarbeiten an elektrischen Einrichtungen wie Pumpen und Filteranlagen in Ihren Tätigkeitsbereich. Und sind Sie in der Müllbranche tätig, dann können Sie eventuell Fehler an Abfallverwertungsanlagen beheben. Erst recht ist Technik im Bereich der Energieversorgung unverzichtbar. Die Steuerung der Prozesse verläuft hier über komplexe Anlagen.

Systeme analysieren

Technik und fortschreitende Automatisierung erleichtern die Arbeit, vielfach ist aber auch Ihre Fähigkeit gefragt, Prozessabläufe selbstständig zu analysieren, zu berechnen und zu durchdenken. Das beweisen Sie täglich, wenn Sie etwa in der Wasseraufbereitung arbeiten und sich mit biochemischen Vorgängen beschäftigen. Aber auch in vielen anderen Bereichen der Ver- und Entsorgung zeigen Sie, dass Sie komplexe Funktionszusammenhänge überblicken und durchdringen können: Gibt es beispielsweise eine Betriebsstörung an einer Anlage, dann gehen Sie alle möglichen Schwachstellen durch, finden den Fehler und schaffen Abhilfe.

Blick fürs Wesentliche

„Schnell, schnell!“ geht nicht bei Ihrer Arbeit. Wenn es notwendig ist, Korrosionsschäden an Rohrleitungen zu erkennen, gehen Sie präzise vor und begutachten genau, an welcher Stelle Probleme vorliegen. Noch wichtiger ist ein genaues Vorgehen, wenn es um den Umgang mit Elektrizität geht. Beispielsweise müssen Gefahrenquellen im Rahmen von Routinekontrollen an Industrieanlagen zielsicher erkannt werden.

Portrait von Dr. Andreas Bruckschen.

Dr. Andreas Bruckschen

Die Entsorgungsbetriebe sind auf technisches Know-how angewiesen.

Interview mit Dr. Andreas Bruckschen, Geschäftsführer des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V.

Herr Dr. Bruckschen, wie läuft im Moment die Konjunktur in der Entsorgungsbranche?
Dr. Andreas Bruckschen: Die Entsorgungsbranche ist stark konjunkturabhängig. Mit zunehmendem Konsum und steigender Industrieproduktion steigen die Abfallmengen und damit die Mengen zu verwertender Materialien, aus denen Sekundärrohstoffe gewonnen werden. Der Entsorgungswirtschaft geht die Arbeit also nicht aus.

Wie stellen sich Arbeitnehmer in der Entsorgungsbranche am besten auf?
Dr. Andreas Bruckschen: Eine fundierte berufliche Ausbildung in einem anerkannten Entsorgungsunternehmen ist auf jeden Fall zu empfehlen. Die zahlreichen Ausbildungsberufe bieten nicht nur wichtiges Spezialwissen, sondern vermitteln auch die notwendige Praxiserfahrung, um in der Branche erfolgreich arbeiten zu können.

Wie wichtig sind Weiterbildungen?
Dr. Andreas Bruckschen: Enorm wichtig, weil sich die Branche sehr schnell wandelt. Insbesondere auf technisches Know-how sind die Entsorgungsbetriebe angewiesen. Wer hier auf dem neuesten Stand ist, wird es auf alle Fälle leichter haben, einen angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Neben dem notwendigen Fachwissen sind natürlich auch die persönlichen Eigenschaften für die berufliche Weiterentwicklung von sehr großer Bedeutung.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. So arbeiten manche Fachkräfte freiberuflich als Abfallberater/in. Andere gründen eine eigene Firma, etwa im Bereich Kabel- und Kanalbau. In jedem Fall eine gute Grundlage ist eine Weiterbildung, etwa zum/zur Meister/in oder Techniker/in. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/ver-und-entsorgung-2