Umwelt- und Natur­schutz

Eine Blumenwiese liegt in einer hügeligen Landschaft.

Wichtig in diesem Bereich

  • technisches Verständnis
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Daueraufmerksamkeit
  • Planungs- und Organisationsgeschick

Die Zukunft unserer Welt – darum sorgen Sie sich als Fachkraft im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Sie erforschen regenerative Energietechniken, kümmern sich um saubere Gewässer oder das Recycling unterschiedlicher Materialien.

Auf dem Boden einer Fabrikhalle befinden sich Lackreste, die nicht ins Grundwasser geraten dürfen und deswegen professionell entsorgt werden müssen. Dass hierbei Trockeneis hilft, das wissen Sie als Fachkraft genau. Im Bereich Umwelt- und Naturschutz können Sie viele unterschiedliche Aufgaben erfüllen – von der Entsorgung über die Beratung von Verbrauchern und die Durchführung von Abgasmessungen bis zur Überwachung des biologischen Gleichgewichts in Schutzgebieten.

Auf dem Boden einer Fabrikhalle befinden sich Lackreste, die nicht ins Grundwasser geraten dürfen und deswegen professionell entsorgt werden müssen. Dass hierbei Trockeneis hilft, das wissen Sie als Fachkraft genau. Im Bereich Umwelt- und Naturschutz können Sie viele unterschiedliche Aufgaben erfüllen – von der Entsorgung über die Beratung von Verbrauchern und die Durchführung von Abgasmessungen bis zur Überwachung des biologischen Gleichgewichts in Schutzgebieten.

Überall Technik

Umweltschutz und moderne Technik – das ist eine häufig anzutreffende Kombination. Als Fachkraft kann es beispielsweise zu Ihren Aufgaben gehören, Feuerungs- und Lüftungsanlagen zu kontrollieren oder Funktionsstörungen von Solaranlagen oder Anlagen zur Herstellung von Biokraftstoffen auf den Grund zu gehen. Je nach konkretem Einsatzgebiet gehen Sie mit Lötkolben ebenso sicher um wie mit Steuerungsmodulen und Mikroskopen. Oftmals kommt im Zusammenhang mit der Steuerung und Überwachung von Anlagen auch Informationstechnologie zum Einsatz. Entsprechende Software bedienen Sie problemlos.

Ursache und Wirkung

Zu Ihren Aufgaben im Arbeitsbereich Umweltschutz kann es etwa gehören, Wasserproben zu nehmen und diese auf die Schadstoffkonzentration hin zu untersuchen. Im Labor wenden Sie dazu verschiedene Testverfahren an. Kleinste Veränderungen, die sich bei den Proben im Verlauf der chemischen oder mikrobiologischen Untersuchungen ergeben, erkennen Sie frühzeitig und dokumentieren diese minutiös. Durch Ihre sorgfältig vorgenommenen Tests kommen Sie den Ursachen für mögliche Umweltbelastungen schrittweise auf die Spur und entwickeln Strategien, wie diese zu vermeiden sind.

Volle Konzentration

Sind Sie im Rahmen der industriellen Produktion tätig, dann haben Sie die Herstellungsprozesse permanent im Auge. Sie sorgen so nicht nur für eine hohe Qualität der Produkte, sondern gewährleisten auch, dass sämtliche vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden, damit die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Aufmerksam verfolgen Sie beispielsweise die Entwicklung der Konzentration von chemischen Stoffen beziehungsweise von Emissionen in Luft, Boden und Wasser – und schreiten ein, sobald ein Wert von den Normvorgaben abweicht. Zu Ihren Aufgaben kann es auch gehören, Anlagen zur Energie- und Wassergewinnung zu überwachen – auch hier agieren Sie stets hoch konzentriert und sorgen so für den Schutz von Umwelt und Mensch.

Systematisches Vorgehen

Umweltmanagement gewinnt in vielen Betrieben und unterschiedlichsten Branchen immer mehr an Bedeutung. Als Fachkraft erstellen Sie in diesem Zusammenhang etwa Umweltkonzepte, die an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Betriebs genau angepasst sind. In Ihre Planungen beziehen Sie dabei alle betroffenen Abteilungen mit ein, besprechen das Vorgehen und entwickeln eine Strategie, wie sich ein Umweltmanagement ohne große Störung der Produktion etablieren lässt. Dabei behalten Sie stets den Überblick über sämtliche relevanten Faktoren.

Portrait von Dr. Frauke Eckermann.

Dr. Frauke Eckermann

Weiterbildungen mit Umweltaspekten sind in allen Branchen sinnvoll.

Interview mit Dr. Frauke Eckermann vom Umweltbundesamt

Frau Dr. Eckermann, welche Entwicklungen gibt es im Bereich Umweltschutz?
Dr. Frauke Eckermann: Innerhalb des Umweltschutzes spielt der Klimaschutz zurzeit eine besonders wichtige Rolle. Aber Umweltschutz geht natürlich deutlich darüber hinaus. Beispielsweise ist es für Unternehmen wichtig, auf Umweltschutz in der Produktion zu achten. Fast zwei Drittel der Arbeitsplätze im Umweltschutz entfallen auf umweltorientierte Dienstleistungen. Wichtig sind aber auch alle Berufe, die für die Entwicklung und Herstellung von umweltfreundlichen Produkten und effizienten Technologien notwendig sind.

Welche Chancen haben Fachkräfte im Bereich Umweltschutz und welche Anforderungen werden an sie gestellt?
Dr. Frauke Eckermann: Gut ausgebildete Fachkräfte sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Umweltschutzziele erreicht werden und die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen erhalten bleibt. Unternehmen aus der Umweltschutzbranche beklagen bereits, dass ihnen nicht genug oder nicht spezifisch genug qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Bildung, Ausbildung und Qualifizierung der Beschäftigten haben daher eine herausragende Bedeutung. Fort- und Weiterbildungen werden allgemein als gut geeignet angesehen, um die notwendigen Kompetenzen im Bereich Umwelt- und Naturschutz zu erlangen. Sehr wichtig sind in diesem Bereich aber auch Soft Skills wie die Fähigkeit, interdisziplinär zu arbeiten und offen für neue Themen zu sein.

Welche Weiterbildungen sind sinnvoll?
Dr. Frauke Eckermann: Es ist zu beobachten, dass Unternehmen aller Branchen bereits Schritte in Richtung einer „grüneren“ Wirtschaftsweise machen. Daher sind auch in allen Branchen Weiterbildungen mit Umweltaspekten sinnvoll.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Fachkräfte können beispielsweise Beratungs- oder Technikdienstleistungen auf eigene Rechnung anbieten – eine entsprechend Qualifikation, etwa als Techniker/in, vorausgesetzt. Im zulassungspflichtigen Schornsteinfegerhandwerk ist die Selbstständigkeit ohnehin an den Meistertitel gebunden. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/umwelt-und-naturschutz