Therapie

Wichtig in diesem Bereich

  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Handgeschick
  • Planungs- und Organisationsfähigkeit
  • pädagogisches Geschick

Hilfe und Linderung – das ist ihr Metier als Fachkraft im Arbeitsbereich rund um Therapie. Je nach Einsatzbereich kümmern Sie sich um die Behandlung von körperlichen oder mentalen Problemen Ihrer Patienten.

Mithilfe therapeutischer Übungen die Beweglichkeit erhöhen, Patienten im Hinblick auf ihre Ernährung beraten, mit Massagen Verspannungen lösen, Sprach- und Stimmstörungen behandeln – das alles ist Teil des Berufsfeldes Therapie. Als Fachkraft arbeiten Sie hierbei oftmals eng mit Ärzten zusammen beziehungsweise führen Therapiemaßnahmen gemäß deren Anweisungen durch.

Mithilfe therapeutischer Übungen die Beweglichkeit erhöhen, Patienten im Hinblick auf ihre Ernährung beraten, mit Massagen Verspannungen lösen, Sprach- und Stimmstörungen behandeln – das alles ist Teil des Berufsfeldes Therapie. Als Fachkraft arbeiten Sie hierbei oftmals eng mit Ärzten zusammen beziehungsweise führen Therapiemaßnahmen gemäß deren Anweisungen durch.

Blick fürs Problem

Genau hinschauen, die Problemstellung bei dem jeweiligen Patienten erkennen und auf dieser Grundlage die Behandlung individuell anpassen und durchführen – das ist zentraler Bestandteil Ihres Berufes. Sie beobachten beispielsweise das Stimm- und Sprachverhalten von Kindern und diagnostizieren aufbauend darauf einen möglichen Förderbedarf. Kümmern Sie sich um die Fußpflege und -gesundheit Ihrer Patienten, dann erkennen Sie pathologische Veränderungen am Fuß schnell und leiten die erforderlichen Maßnahmen ein. Und wenn Sie sich in Ihrem Beruf mit der Sehstärke Ihrer Kunden auseinandersetzen, dann erkennen Sie, ob beispielsweise eine Sehhilfe korrekt sitzt.

Jeder Handgriff sitzt

Sie arbeiten eng an und mit Menschen, die teils schwer krank sind – Körperkontakt scheuen Sie nicht, auf die Einhaltung aller Hygienevorschriften legen Sie großen Wert. Jeder Ihrer Handgriffe sitzt, egal ob Sie klassische Massagen verabreichen, Venenstrümpfe oder Fußbandagen anbringen. In vielen Teilbereichen dieses Berufsfeldes kommen außerdem spezielle Diagnosegeräte zum Einsatz, mit denen Sie routiniert umgehen. Beispielsweise nutzen Sie ein Perimeter zur Bestimmung des Gesichtsfeldes Ihrer Patienten, wenn die Behandlung von Sehproblemen im Zentrum Ihrer Tätigkeit steht.

Behandlung planen

Therapien nehmen zumeist einen längeren Zeitraum in Anspruch. Zu Beginn einer Behandlung erstellen Sie einen genauen Plan mit definierten Zielsetzungen und aufeinander aufbauenden Maßnahmen, den Sie zielgerichtet verfolgen. Da Sie den Erfolg der jeweiligen Maßnahmen fortwährend evaluieren und Ihre Erkenntnisse genau dokumentieren, können Sie aber auch den Behandlungsplan Ihrer Einschätzung folgend – und gegebenenfalls in Rücksprache mit einem Arzt – anpassen. Sie arbeiten sehr sorgfältig und sind sich darüber bewusst, dass Sie Verantwortung für das Wohlbefinden Ihrer Patienten beziehungsweise für die Entwicklung von deren Fähigkeiten tragen.

Menschen motivieren

Mit viel Geduld leiten Sie Ihre Patienten beispielsweise bei körperlichen Übungen an und schaffen es, sie auch bei schwierigen oder unangenehmen Bewegungsabfolgen immer wieder neu zu motivieren. Dabei kommen Ihnen Ihre freundliche Art sowie Ihr Gespür im Umgang mit unterschiedlichen Menschen – gleich ob alt oder jung, introvertiert oder offen – zugute. Selbst bei schwierigen Patienten finden Sie den richtigen Ton und schaffen es, sie über die ganze Therapie-Sitzung bei der Stange zu halten.

Portrait von Christine Donner.

Christine Donner

Der Weiterbildungsmarkt wächst.

Interview mit Christine Donner, Geschäftsführerin des Bundes­verbandes für Ergotherapeuten in Deutschland e.V.

Frau Donner, welche Trends und Entwicklungen sind in der Ergotherapie zu beobachten?
Christine Donner: Die Tendenz zur Konsolidierung, also zum Zusammenschluss, ist ersichtlich. So steigt die Zahl der Therapiezentren sowie der interdisziplinären Zusammenschlüsse von Heilmittelerbringern. Auch Kooperationen mit oder Beteiligungen an medizinischen Versorgungszentren gewinnen an Bedeutung. Zudem lassen sich auch häufiger ergotherapeutische Fach- oder Schwerpunktpraxen nieder, die sich bewusst von der klassischen Ergotherapie abgrenzen – etwa mittels tiergestützter Therapie. Ein weiterer Trend hängt mit der demografischen Entwicklung zusammen: Wegen der steigenden Anzahl von chronisch Kranken, Älteren und Hochbetagten gewinnt die Heilmittelerbringung als integraler Bestandteil der Rehabilitation weiter an Bedeutung.

Welche Weiterbildungen halten Sie für sinnvoll?
Christine Donner: In der Pädiatrie kommen vor allem Weiterbildungen im Bereich der Verhaltenstherapie und Psychomotorik infrage, ebenso Elterncoaching. In der Geriatrie und Neurologie sind beispielsweise Weiterbildungen im Bereich Hirnleistungstraining, Neurofeedback, Sturzprophylaxe, Demenz und Kommunikation sinnvoll. Generell raten wir ergotherapeutischen Praxen auch, in Weiterbildungen bezüglich ihrer Organisation und ihres Managements zu investieren.

Wo sehen Sie Aufstiegsmöglichkeiten für qualifizierte Kräfte?
Christine Donner: Möglichkeiten einer ergotherapeutischen Tätigkeit bestehen entweder innerhalb einer Klinik beziehungsweise eines Rehabilitationszentrums oder in einer freien ergotherapeutischen Praxis. In beiden Fällen ist ein Aufstieg zur fachlichen Leitung oder Abteilungsleitung möglich. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, eine eigene ergotherapeutische Praxis zu eröffnen oder als Dozent/in im Bereich der Weiterbildung zu arbeiten. Der Weiterbildungsmarkt wächst – nicht nur durch die Fortbildungsverpflichtung.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. In den nichtärztlichen Therapieberufen ist es durchaus üblich, eine eigene Praxis zu gründen. Neben fachlichen Weiterbildungen kann der Besuch von Existenzgründerseminaren oder kaufmännischen Fortbildungen die hierfür nötigen Kenntnisse vermitteln. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/therapie-2