Pflanzen

Maisfeld

Wichtig in diesem Bereich

  • technisches Verständnis
  • kaufmännisches Denken
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • körperliche Belastungsfähigkeit

Als Fachkraft rund um Pflanzen dreht sich Ihr beruflicher Alltag um Saat, Wachstum, Ernte und Verkauf von Nutz- oder Ziergewächsen. Wer hier tätig ist, hat mehr als nur einen grünen Daumen.

Im Supermarkt kaufen Verbraucher Kartoffeln, Salat oder Obst. Im Blumenladen lassen sich die Kunden einen bunten Strauß aus den verschiedensten Sorten zusammenstellen. Als Pflanzenprofi leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um die Versorgung mit diesen Produkten sicherzustellen.

Im Supermarkt kaufen Verbraucher Kartoffeln, Salat oder Obst. Im Blumenladen lassen sich die Kunden einen bunten Strauß aus den verschiedensten Sorten zusammenstellen. Als Pflanzenprofi leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um die Versorgung mit diesen Produkten sicherzustellen.

Hightech auf dem Feld

Ohne Technik geht in der modernen Landwirtschaft nichts. Arbeiten Sie zum Beispiel in einem Agrarbetrieb, reicht der Fuhrpark vom Traktor mit Pflugschar bis zum Mähdrescher mit GPS. Sie steuern die Maschinen nicht nur, sondern rüsten diese auch mit den nötigen Vorrichtungen aus und stellen die Bordelektronik für den jeweiligen Einsatz ein. Bei modularen Systemen schließen Sie die Leitungen fachgerecht an und prüfen vor der Fahrt aufs Feld die Funktionsfähigkeit des Arbeitsgeräts. Und tritt bei laufendem Betrieb ein Fehler auf, dann können Sie die Ursache oft selbst ermitteln. Zudem führen Sie kleinere Reparaturen eigenhändig aus.

Gewächshaus und Geschäftssinn

Ist die Ernte eingefahren beziehungsweise sind die Topfpflanzen bereit zum Verkauf, zeigen Sie als Pflanzenprofi Ihr Können im Bereich Vermarktung und Verkauf. Arbeiten Sie zum Beispiel in einer Gärtnerei, ziehen Sie nicht nur Gewächse auf, sondern finden durch entsprechendes Marketing auch Abnehmer für Ihre Produkte – zum Beispiel für eine neue Rosenzüchtung. Sie vergleichen die Angebote und Preise der Konkurrenten und kalkulieren daraus einen optimalen Preis für den Verkauf. An der Ladenkasse ist eine ausführliche Beratung für Sie selbstverständlich. Denn dadurch binden Sie Kunden und gewinnen neue hinzu.

Keimlinge unter der Lupe

Ein Großteil der landwirtschaftlichen Betriebe setzt auf immer ertragreichere Züchtungen, bei Tieren und Pflanzen gleichermaßen. Wenn Sie in einem Agrarlabor arbeiten, kann es Ihre Aufgabe sein, neue Weizenarten zu züchten. Sie überwachen die Entwicklung der Pflanze von der Saat bis zur Reife. Dank Ihres Blicks für Details erkennen Sie dabei jede noch so kleine Veränderung. So können Sie etwa eine besondere Anfälligkeit für Krankheiten bereits in einem frühen Stadium erkennen. Auch im regulären landwirtschaftlichen Betrieb beobachten Sie die Entwicklung der Pflanzen und ergreifen wenn notwendig Maßnahmen, um den Ausfall der Ernte zu vermeiden. Setzen Sie hierbei Pestizide ein, gehen Sie sorgsam vor und achten auf die Dosierung, damit die Chemikalien nicht über Gebühr das Grundwasser belasten.

Fit durchs Jahr

Trotz aller technischen Hilfsmittel ist die Landwirtschaft immer noch eines der körperlich anspruchsvollsten Berufsfelder. Als Profi in diesem Bereich zeichnen Sie sich durch eine gute Fitness aus. Ist es Ihre Aufgabe, ein Feld mit Gemüse zu bepflanzen, tragen Sie die schweren Säcke mit dem Saatgut aus dem Lager und schütten die Samen in den Streubehälter Ihres Fahrzeugs. Bei der Ernte arbeiten Sie, je nach Gemüseart, überwiegend in der Hocke oder in gebückter Haltung. Gerade beim Einbringen der Feldfrüchte sind unregelmäßige Arbeitszeiten oder Einsätze an Wochenenden für Sie nichts Ungewöhnliches.

Portrait von Martin Lambers

Martin Lambers

Seminare zum Umgang mit digitalisierter Technik sind beliebt.

Interview mit Martin Lambers, Referatsleiter für Berufsbildung und Bildungspolitik beim Deutschen Bauernverband

Herr Lambers, was sind typische Weiterbildungen in den „grünen Berufen“?
Martin Lambers: In jedem der 14 landwirtschaftlichen Berufe kann man eine Meisterprüfung ablegen, die angehende Führungskräfte für Aufgaben in der Betriebs- und Unternehmensleitung qualifiziert. Die einjährige fachschulische Fortbildung zum/zur „Staatlich geprüften Wirtschafter/in“ vermittelt grundlegende Kompetenzen der Betriebswirtschaft und des Betriebsmanagements. Eine zweijährige Fortbildung an der Fachschule, bei der man den Abschluss „Staatlich geprüfte/r Agrarbetriebswirt/in“ erwirbt, qualifiziert für leitende Funktionen in landwirtschaftlichen Betrieben, der Abschluss „Staatlich geprüfte/r Techniker/in“ qualifiziert für Führungsaufgaben in agrarischen Dienstleistungsunternehmen.

Gibt es darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten der Weiterbildung?
Martin Lambers: Zum Beispiel die Fortbildung zum/zur Fachagrarwirt/in mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder zum/zur Geprüften Natur- und Landschaftspfleger/in. Nicht zuletzt gibt es zahlreiche regionale Weiterbildungsangebote neben den staatlich geregelten.

Und welche Weiterbildungsthemen liegen im Trend?
Martin Lambers: Das Thema „Unternehmerische Qualifizierung“ wird häufig angeboten und nachgefragt. Seminare zum Umgang mit digitalisierter Technik in der Produktion, Kommunikation und in der Betriebsorganisation, zur konstruktiven Konfliktlösung und zur Professionalisierung der Kommunikation gegenüber Mitarbeitern und Kunden sind ebenso beliebt wie Organisations- und Managementkurse. Auch fachspezifische Weiterbildungen sind gefragt – etwa in den verschiedenen Bereichen der Pflanzen- und Tierproduktion, der regenerativen Energien, der agrarischen Dienstleistungen oder der Betriebswirtschaft – sowie Weiterbildungen zur Aktualisierung der beruflichen Sachkunde.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Das gilt ganz besonders in der Landwirtschaft, wo viele Betriebe vor einem Generationenwechsel stehen. Wichtig sind auf jeden Fall betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Weiterbildungen, etwa zum/zur Landwirtschaftsmeister/in oder Wirtschafter/in, sind entsprechend sehr zu empfehlen. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/pflanzen-2