Neue Technologien

Wichtig in diesem Bereich

  • analytisches Denken
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • rechnerisches Denken
  • technisches Verständnis

Neue technische Anwendungen verändern regelmäßig unser Leben – vom ertragreichen Saatgut bis zum innovativen Fahrzeuglack. Als Fachkraft im Bereich der neuen Technologien haben Sie entscheidenden Anteil an den Veränderungen.

Laborkittel, Reagenzgläser, Formeln auf einer Tafel, ein Geistesblitz – schon ist eine Erfindung gemacht? Wenn Sie im Bereich rund um neue Technologien tätig sind, dann wissen Sie: Die Arbeit in Forschung und Entwicklung sieht ganz anders aus. Bis zur nächsten technischen Evolutionsstufe ist es ein langer Weg, der viel Arbeitseinsatz erfordert.

Laborkittel, Reagenzgläser, Formeln auf einer Tafel, ein Geistesblitz – schon ist eine Erfindung gemacht? Wenn Sie im Bereich rund um neue Technologien tätig sind, dann wissen Sie: Die Arbeit in Forschung und Entwicklung sieht ganz anders aus. Bis zur nächsten technischen Evolutionsstufe ist es ein langer Weg, der viel Arbeitseinsatz erfordert.

Ergebnisse analysieren

Arbeiten Sie zum Beispiel im Bereich Biotechnik daran, eine neue Getreideart zu züchten, dann setzen Sie neben züchterischen Methoden möglicherweise auch gentechnische Verfahren ein. Nach der Aussaat beobachten Sie das Wachstum der Neuzüchtung, protokollieren Ihre Beobachtungen und versuchen zum Beispiel, durch Düngerzugabe oder mehr Licht das Wachstum zu beeinflussen. Die entsprechenden Zusammenhänge kennen Sie genau und ziehen aus den Testreihen Schlüsse für Ihr weiteres Vorgehen. Treten Abweichungen von den zu erwartenden Ergebnissen auf, ermitteln Sie durch genaue Analyse die entsprechenden Gründe.

Schwachstellen erkennen

Unabhängig von Ihrem konkreten Einsatzbereich zeichnen Sie sich durch einen Blick für Details aus. Wenn Sie beispielsweise Materialprüfungen durchführen, ist es wichtig, die Auswirkungen von Druck und Hitze auf das jeweilige Werkstück genau zu beobachten und alle Parameter und möglicherweise auftretende Verformungen oder Risse schriftlich festzuhalten. In vielen Durchläufen bringen Sie das Material dabei an die Grenzen. Bei sicherheitsrelevanten Teilen, etwa für den Fahrzeug- oder Flugzeugbau oder für tragende Teile von Gebäuden, ist dies besonders wichtig. Bevor ein neuer Bremsbelag eingesetzt werden kann oder ein Stahlträger für eine Brücke verbaut wird, durchleuchten Sie die Materialien auf Herz und Nieren, und erkennen Schwachstellen schnell.

Genaue Berechnung

Grundlage für Innovationen in vielen Industriebereichen sind genaue Berechnungen – in der Chemie ebenso wie im Fahrzeugbau, der Textilindustrie oder der Baustoffbranche. Zum Beispiel muss das Verhältnis unterschiedlicher Chemikalien bei der Herstellung eines Werkstoffes genau berechnet werden, ebenso die Reaktionszeit einer Oberflächenbeschichtung, die gegebenenfalls mit Nanopartikeln versetzt wurde. Als Fachkraft bereitet es Ihnen keine Schwierigkeiten, Gleichungen mit vielen Einflussfaktoren aufzulösen. Sie haben dabei nicht nur die Qualität des jeweiligen Produktes im Auge, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Produktion – und können folglich auch die Produktionszeit für eine Charge berechnen.

Maschinen und Anlagen

In Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion kommt eine breite Palette an Maschinen, Anlagen und Geräten zum Einsatz, die Sie als Fachkraft problemlos bedienen können. Auch die Arbeit mit computergesteuerten Systemen bereitet Ihnen keine Mühe. Bei der Bedienung der Systeme gehen Sie sehr sorgfältig vor, denn Sie wissen, dass jeder Fehler das Ergebnis, beispielsweise einer Messung, verfälschen würde. Da Sie Ihre Geräte genau kennen, übernehmen Sie teils auch die Wartung.

Portrait von Inga Goltermann.

Inga Goltermann

In der Zukunft werden Mikrosysteme mithelfen, medizintechnische Geräte kleiner und mobiler zu machen.

Interview mit Inga Goltermann, IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Frau Goltermann, welche neuen Technologien werden mittelfristig im Bereich Mikrosystem-/Mikrotechnik eine Rolle spielen?
Inga Goltermann: Das sind zum Beispiel organische Leuchtdioden, druckbare Elektronik und Lasertechnologien in der Produktion. In der Zukunft werden Mikrosysteme mithelfen, medizintechnische Geräte kleiner und mobiler zu machen.

Welche Auswirkungen haben die permanenten und rapiden Innovationszyklen der Branche auf die Qualifikationen von Berufstätigen?
Inga Goltermann: Wichtig sind eine gute Ausbildung und gute Kenntnisse in technischen Fächern, Mathematik und Englisch. Man muss bereit sein, ein Leben lang zu lernen, und sollte für neue Dinge offen sein. Ein Trend ist beispielsweise die Verbindung von Mikrosystemtechnologie mit Bio- und Nanotechnologien. Wer in diesem Bereich tätig ist, muss sich darauf einrichten, mit verschiedenen Fachrichtungen zu tun zu haben. Das macht die Aufgabe sehr reiz-, aber auch anspruchsvoll.

Gibt es Berufsfelder aus dem Bereich Mikrosystem-/Mikrotechnik, bei denen die Beschäftigungschancen in den kommenden Jahren besonders gut sind?
Inga Goltermann: Viele Firmen haben eine hohe Fertigungstiefe, sodass vom Metallbauer bis zum Mikrotechniker Menschen mit einem technischen oder handwerklichen Ausbildungsberuf gefragt sind. Seit die Wirtschaft wieder anzieht, sind genau diese Berufsbilder wieder gefragt.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Chemisch-technische Assistenten und Assistentinnen etwa können sich als Anbieter von Untersuchungs- und Beratungsdienstleistungen mit einem eigenen Labor selbstständig machen. Es ist sinnvoll, vor einem solchen Schritt das fachliche Wissen zu erweitern, etwa mit einer Qualifizierung zum/zur Techniker/in. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/neue-technologien-2