Medizin- und Rehatechnik

Wichtig in diesem Bereich

  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • Kommunikationsstärke
  • Beobachtungsgenauigkeit

Geheilt werden können mittlerweile viele Krankheiten – mithilfe moderner Medizintechnik. Als Fachkraft kümmern Sie sich um den Betrieb, die Wartung und Reparatur der unterschiedlichsten Geräte, stellen medizinische Erzeugnisse selbst her oder verkaufen diese.

Nehmen wir nur einmal das Herz. Gibt es Probleme mit unserem wichtigsten Organ, dann geht es in der Diagnose und in der Behandlung selten ohne den Einsatz von Medizin- beziehungsweise Rehatechnik. Bei der Untersuchung kommen beispielsweise Ultraschallgeräte zum Einsatz. Schlägt das Herz unregelmäßig, wird möglicherweise ein Schrittmacher oder Defibrillator eingesetzt. Doch weit über diesen Bereich hinaus kommen mittlerweile in den allermeisten medizinischen Disziplinen technische Hilfsmittel zur Anwendung. Als Fachkraft in der Medizin- und Rehatechnik tragen Sie zur korrekten Funktionsweise und richtigen Anwendung bei.

Nehmen wir nur einmal das Herz. Gibt es Probleme mit unserem wichtigsten Organ, dann geht es in der Diagnose und in der Behandlung selten ohne den Einsatz von Medizin- beziehungsweise Rehatechnik. Bei der Untersuchung kommen beispielsweise Ultraschallgeräte zum Einsatz. Schlägt das Herz unregelmäßig, wird möglicherweise ein Schrittmacher oder Defibrillator eingesetzt. Doch weit über diesen Bereich hinaus kommen mittlerweile in den allermeisten medizinischen Disziplinen technische Hilfsmittel zur Anwendung. Als Fachkraft in der Medizin- und Rehatechnik tragen Sie zur korrekten Funktionsweise und richtigen Anwendung bei.

Zerlegen und zusammensetzen

Funktioniert ein Gerät nicht mehr so, wie es soll, dann kommen Sie zum Einsatz – in dringenden Fällen, beispielsweise wenn eine wichtige Maschine in einem Krankenhaus ausgefallen ist, auch zu eher ungewöhnlichen Arbeitszeiten. Sie suchen nach dem Fehler, bauen zu diesem Zweck bei Bedarf die jeweilige Maschine komplett auseinander und ersetzen elektronische Bauteile. Für Reparatur- und Wartungsaufgaben nutzen Sie die unterschiedlichsten Werkzeuge – mit Hammer, Schraubenzieher und Akkubohrer gehen Sie routiniert um, je nach konkretem Gerät verwenden Sie auch Werkzeuge der Fein- und Mikromechanik. Da Sie sich Ihrer Verantwortung für die Geräte bewusst sind, arbeiten Sie überaus präzise.

Elektronische Baugruppen

Grundlage für Ihre täglichen Aufgaben ist ohne Frage Ihr umfassendes Verständnis für elektronische Systeme beziehungsweise für mechanische oder, je nach Einsatzbereich, mechatronische Zusammenhänge. Die Anlagen und Maschinen, die Sie warten und reparieren, können über einen teils sehr komplexen Aufbau verfügen und aus unterschiedlichsten elektronischen Baugruppen bestehen – um diese zu prüfen, nutzen Sie entsprechende Messgeräte.

Kundenwünsche erfüllen

Beschäftigen Sie sich hauptsächlich mit Rehatechnik beziehungsweise mit medizinischen Hilfsmitteln wie beispielsweise Hörgeräten, haben Sie häufig auch Kundenkontakt. Dabei beweisen Sie Ihre Beratungskompetenz. Sie ermitteln den Bedarf und die Wünsche des jeweiligen Kunden und passen die Hilfe – etwa ein Hörgerät, eine Brille oder eine orthopädische Prothese – genau an. Außerdem beraten Sie Ihre Kunden im Hinblick auf die Anwendung beziehungsweise den Einsatz des Hilfsmittels.

Blick für Fehler

Sie sind es von Berufs wegen gewohnt, genau hinzuschauen – und erkennen deshalb schnell, ob etwa eine Brille von Form und Größe her zum Kunden passt. Beschäftigen Sie sich mit der Herstellung und dem Verkauf von Prothesen, dann achten Sie beim Anpassen sehr genau darauf, dass diese wie angegossen sitzt, denn die geringste Unebenheit könnte eine starke Beeinträchtigung bedeuten oder sogar Schmerzen hervorrufen. Und schon bei der Herstellung des jeweiligen prothetischen Hilfsmittels gehen Sie überaus exakt vor und setzen präzise die Konstruktionszeichnung um – kein Problem für Sie, denn Sie wissen, wie das Endergebnis aussehen muss.

Portrait von Tobias Weiler.

Dr. Tobias Weiler

Aufgrund der Internationalität der Branche sind Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

Interview mit Dr. Tobias Weiler von Spectaris, Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V.

Herr Dr. Weiler, was zeichnet die Branche Medizintechnik aus?
Dr. Tobias Weiler: Die Medizintechnik ist eine der innovativsten Industriebranchen. Neun Prozent des Umsatzes werden in die Forschung investiert. Das ist sehr hoch im Vergleich zu den übrigen Industriebranchen, in denen die Quote insgesamt bei vier bis fünf Prozent liegt. Deutsche Medizintechnik ist auch im Ausland stark gefragt. Knapp zwei Drittel des Umsatzes werden hier generiert.

Welche Weiterbildung empfiehlt sich besonders?
Dr. Tobias Weiler: Im Bereich Medizintechnik herrscht ein großer Fachkräftemangel. Das ist ein Problem für die Branche, macht die Situation für qualifizierte Arbeitssuchende aber sehr komfortabel. Hier empfiehlt sich, je nach Beruf, eine Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in oder die Meisterprüfung. Eine Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in ist für Assistenten und Assistentinnen eine Option.

Welche Fähigkeiten sollte man für eine Weiterbildung in der Branche mitbringen?
Dr. Tobias Weiler: Natürlich muss viel Wissen im technischen Bereich gegeben sein und auch eine besondere Affinität zu medizinischen Themen – das dürfte ja aber schon bei der Berufswahl den Ausschlag gegeben haben. Aufgrund der Internationalität der Branche sind auch gute Fremdsprachenkenntnisse unbedingt erforderlich.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Um einen eigenen Handwerksbetrieb eröffnen zu können, braucht man in zulassungspflichtigen Berufen einen Meistertitel. In den Vorbereitungskursen erwirbt man neben vertieftem Fachwissen auch die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/medizin-und-rehatechnik-2