Hotel- und Gaststätten­gewerbe

Wichtig in diesem Bereich

  • körperliche Belastungsfähigkeit
  • kaufmännisches Denken
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Beobachtungsgenauigkeit

Was gehört zu einem schönen Urlaub? Für viele Menschen sicherlich gutes Essen und komfortable Übernachtungsmöglichkeiten. Dafür sorgen Sie als Fachkraft im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Sie wissen, was Ihre Kunden möchten, und kennen die neuesten Trends in der Gastronomie und Hotellerie? Sie kümmern sich auch zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten um die Belange Ihrer Gäste und verstehen es, sie durch zuvorkommenden Service dauerhaft für Ihr jeweiliges Angebot zu begeistern? Als Fachkraft im Hotel- und Gaststättengewerbe sind Sie ein Wunscherfüller.

Sie wissen, was Ihre Kunden möchten, und kennen die neuesten Trends in der Gastronomie und Hotellerie? Sie kümmern sich auch zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten um die Belange Ihrer Gäste und verstehen es, sie durch zuvorkommenden Service dauerhaft für Ihr jeweiliges Angebot zu begeistern? Als Fachkraft im Hotel- und Gaststättengewerbe sind Sie ein Wunscherfüller.

Voller Einsatz in Küche und Service

Damit Ihre Gäste eine schöne Zeit in Ihrem gastronomischen Betrieb oder Ihrem Hotel verleben, ist Ihr ganzer Einsatz gefordert. Im Service tragen Sie schwere Tabletts mit Essen und Getränken und arbeiten häufig im Stehen. In der Küche heben Sie große Behälter mit Lebensmitteln, erledigen anstrengende Küchenarbeiten wie zum Beispiel das Auslösen großer Fleischstücke, arbeiten teils bei großer Hitze und unter Zeitdruck. Dank Ihrer Fitness machen Sie bei keiner dieser Tätigkeiten schnell schlapp, auch wenn in Stoßzeiten, zum Beispiel zur Hochsaison, die Arbeitsbelastung teils noch deutlich steigen kann. Und trotz Stress und anstrengender Tätigkeiten vernachlässigen Sie nicht die Hygienevorgaben.

Persönliche Ansprache

Ein freundliches Wort, eine aufmerksame Geste, die Ansprache mit Namen – dies sind oft die Dinge, an die sich die Gäste eines gastronomischen Betriebes oder eines Hotels erinnern. Arbeiten Sie beispielsweise am Empfang, dann gehen Sie zuvorkommend mit Ihren Kunden um: Konzertkarten für die Theatervorstellung heute Abend? Organisieren Sie. Ein guter Tipp für einen Ausflug oder für den Absacker nach dem Essen? Haben Sie immer parat. Sie kommen schnell und mühelos mit den Gästen ins Gespräch und schaffen damit eine Atmosphäre, in der sich diese gut aufgehoben fühlen. Sind Sie im Service tätig, dann erklären Sie verständlich die Gerichte auf der Karte, empfehlen den passenden Wein zum Essen und haben ein offenes Ohr für Sonderwünsche.

Der richtige Preis

Grundlage des Erfolges im Hotel- und Gaststättengewerbe sind zufriedene Gäste – und eine genaue Kalkulation. Je nach konkretem Einsatzbereich kümmern Sie sich beispielsweise um den Einkauf und die Abrechnung mit Lieferanten und handeln gute Konditionen mit ihnen aus. Oder aber Sie befassen sich mit der Festlegung von Übernachtungspreisen, der Ausarbeitung von Marketingmaßnahmen oder der Entwicklung von Angeboten für Ihre Kunden – Sie wissen, was zieht, und wie Sie durch sorgfältig ausgesuchte Angebote zum wirtschaftlichen Erfolg des Betriebes beitragen können. Um das Unternehmen dauerhaft in wirtschaftlich sicherem Fahrwasser zu halten, überblicken Sie die relevanten Betriebszahlen.

Blick für Qualität

Sie haben einen Blick für Details und können schnell beurteilen, wen beziehungsweise was Sie vor sich haben. Zum Beispiel schätzen Sie in der Küche die Qualität von angelieferten Rohwaren richtig ein, erkennen Mängel und geben Waren wenn nötig an den Lieferanten zurück. Und wenn Sie im Service tätig sind, erfassen Sie Probleme von Gästen schnell und sorgen für Abhilfe – ohne viel Aufhebens.

Portrait von Sandra Warden

Sandra Warden

Auf die richtige Kundenkommunikation kommt es an.

Interview mit Sandra Warden, Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands

Frau Warden, welche Weiterbildungen sind im Hotel- und Gaststättengewerbe sinnvoll?
Sandra Warden: Unsere Branche setzt stark auf berufliche Aus- und Weiterbildung. Der Klassiker ist nach wie vor der staatlich geprüfte Betriebswirt, den man in einer zweijährigen Vollzeit-Weiterbildung an der Hotelfachschule erwerben kann. Mit diesem Abschluss sind fast alle Positionen bis hin zu Führungsaufgaben im mittleren Management zu erreichen. Die kaufmännischen Inhalte stehen hier im Vordergrund.

Welche Weiterbildungen gibt es darüber hinaus?
Sandra Warden: Natürlich sind die Meisterfortbildungen weiter gefragt, zuletzt sogar mit steigender Tendenz. Hier dominiert zahlenmäßig der Küchenmeister. Hotel- und Restaurantmeister gibt es viel weniger. Im Aufwind befinden sich berufsbegleitende Weiterbildungen. Im Fernstudium und auch was akademische Weiterbildungen, zum Beispiel ein Hospitality-Management-Studium, angeht, verzeichnen wir eine Zunahme. Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche kürzere Lehrgänge. Hier stehen die Themen Marketing und Vertrieb im Vordergrund. Auch die Kundenkommunikation gehört dazu, insbesondere die Ansprache wichtiger Gästegruppen wie Kinder beziehungsweise Familien oder Senioren.

Wie findet man das richtige Angebot?
Sandra Warden: Ich empfehle, eher branchenspezifische Angebote zu wählen als branchenübergreifende. Wer einen Job hat, sollte unbedingt zuallererst mit seinem Arbeitgeber sprechen. Viel läuft auch über Mundpropaganda, bei der man von Kollegen oder Freunden erfährt, welche Erfahrungen sie mit dem Anbieter beziehungsweise Seminar gemacht haben.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Eine formale Voraussetzung dafür gibt es im Hotel- und Gastgewerbe nicht. Eine Weiterbildung, etwa zum/zur Restaurantmeister/in oder zum/zur Betriebsleiter/in – Hotel/Gaststätten, kann jedoch den entscheidenden Vorteil auf einem hart umkämpften Markt bedeuten. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/hotel-und-gaststattengewerbe